Der frühe Vogel fängt den Wurm!
Das hat heute gepasst. Um 6 Uhr aus den Federn, um halb 7 los, kurze Stärkung mit Café und Cornetto und um 7:15 sind wir bereits am Petersdom!


Was eine gute Entscheidung! Auch wenn die schlange recht lange aussieht, kommen wir super schnell rein und um kurz vor 8 beginnen wir bereits den Aufstieg zur Kuppel. Auch eine gute Entscheidung das vorzuziehen. Als wir oben ankommen sind wir noch recht alleine, erst langsam füllt sich der oberste Bereich.





Nach dem spannenden Abstieg – mindestens genauso spannend wie der Aufstieg – geht es noch in den Petersdom selbst. Durch die heilige Pforte des Petersdom. Schon besonders, auch wenn wir uns daraus eigentlich wenig machen. Insgesamt ist der Petersdom leider durch das heilige Jahr deutlich beschränkter, viele Bereiche sind abgesperrt und man geht einen vom Vatikan vorgezeichneten Weg um den Hauptaltar. Trotzdem beeindruckend auch wenn man sich nicht so frei bewegen kann. Highlight für mich immer wieder das aus dem Petersdom auf dem Petersplatz treten.

Dort biegen wir scharf rechts ab und fragen die Schweizer Garde nach dem „deutschen Friedhof“. Ein kleiner Friedhof mit Kirche auf italienischem Gelände, aber umschlossen vom Vatikan. Kurze erneute Sicherheitskontrolle und schon können wir los. Es erwartet uns eine grüne Oase, die uns sogar schon von der Petersdom Kuppel aufgefallen war. Ein sehr schöner Friedhof und eine Kirche, die wirklich eine ruhige Insel in der Stadt ist. Wir verweilen ein bisschen, da tatsächlich sogar ein Mönch Orgel spielt und scheinbar auch Weihrauch aufgelegt hat. Fast etwas kitschig.





Vom Campo Santo Teutonico geht es erstmal auf die Suche nach etwas essbarem, die Cornetti waren zwar lecker, aber der Kuppelaufstieg forderte seinen Tribut. Wir schlendern Richtung Innenstadt und gehen zum Cafe von vor ein paar Tagen, das hatte uns so gut gefallen. Leider kann die Pizza nicht so überzeugen wie die Lasagne von Dienstag. Aber es sättigt immerhin.
Im Anschluss geht es mit dem Bus zum Hotel nochmal Schlaf nachholen. Vorher wird auf dem Markt noch schnell Abendessen eingekauft. Brot, Pesto Genovese, stracciatella di Bufala und Tomaten.
Das Abendessen genießen wir auf der Terrasse und eigentlich hätten wir da auch bleiben können. Aber die Neugier treibt uns nach draußen – und vielleicht auch die Lust auf Eis. Also um die Ecke ein Eis geholt und noch etwas geschlendert. Am Tiber entdeckt wir wieder das Tiber Fest und entscheiden uns für einen abendlichen Drink. Limoncello Spritz und Spinello Spritz. Lecker, aber nicht das gelbe vom Ei. Immerhin haben wir die jetzt auch mal getrunken und das auch noch direkt am Tiber.


Während der Siesta habe ich noch etwas im Reiseführer geschmökert und von einen frittierten Stockfisch gelesen, scheinbar ein Geheimtipp. Obwohl wir uns schon wieder auf den Rückweg machten viel mir meine Markierung auf der Karte ins Auge. Das ist ja direkt neben unserem nach Hause weg, maximal ein kleiner Umweg. Also mal schauen was da so geht. Wie der Zufall so will hatten sie genau noch einen zweiter Tisch frei und obwohl sie bereits in 30 Minuten schließen durften wir uns noch hinsetzen und bekamen frittierten Stockfisch und Zucchini, zusammen mit Brot und Weißwein serviert. Was ein Fest! Um uns herum nur Italiener, wir an einem kleinen Tisch im Schatten einer Kirche. So lebt es sich in Rom. Hier konnten wir den Abend ausklingen lassen, danach ging es Richtung Bett.
