Der Sonntag startet etwas später, wir wachen „erst“ um halb 9 auf und müssen dann dringend unsere Wäsche waschen. Kostet hier im Hotel, mit Trocknen 400 Yen (keine 3 Euro). Nach 60 Minuten ist beides auch schon fertig und wir auch fast. Also auf in Richtung des Mount Hiei am Rand von Tokio. Vorher noch kurz zum Family Mart für Frühstück und in die Drogerie für ein Mittel mit Cortison gegen Mückenstiche (mich hat es zum Glück nicht erwischt).
Wir erreichen die Seilbahn zum Berg erst um kurz vor 12, diese fährt aber auch direkt los. Für 1800 Yen pro Person (gut 10 Euro) gibt es hin und Rückfahrt, mit einer Seilbahn und einer Gondel. Auf der „Mittelstation“ gibt es bereits einen sehr schönen Ausblick über Kyoto. Wir verweilen etwas und schauen uns um. Auch ein Wünscheritual in dem man eine Tonscheibe durch einen Ring den Hand hinunter werfen muss nehmen wir natürlich mit (auch wenn keiner von uns in jeweils drei Versuchen trifft).




Mit der Gondel geht es weiter auf den höchsten Punkt, das Wetter spielt leider nicht ganz mit, zum einen ist es recht kühl hier oben, zum anderen ist die Sicht Recht bescheiden.



Also geht es mit dem Shuttlebus weiter zum Enryaku-Ji Tempel, der mitten in einer riesigen Tempelanlage liegt. Die ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Sehr schöne Anlage, kaum Touristen und eine super Ruhe, die nur gelegentlich von einer großen Glocke gestört wird. Hier wird ein bisschen gewandert und alles erkundet.










Der Haupttempel wird gerade aufwendig restauriert und ist deshalb vollständig durch Metall eingekleidet und sieht damit von außen aus wie ein Lagerhaus. Innen versteckt sich jedoch ein wirklich schöner Tempel und durch die Bauarbeiten konnte man sogar ein bisschen nach oben gehen und die Dacharbeiten bestaunen.




Zum Abschluss der Tempelanlage gab es dann noch Soba-Nudeln in der dortigen Kantine. Ganz lecker aber auch nicht atemberaubend. Bestellt wurde wie so oft am Automaten.


Dann ging es mit Gondel und Seilbahn wieder nach unten und zurück ins Hotel.
Doch dabei sollte es nicht bleiben. Denn mittlerweile sind wir fast Profis im ausgehen in Japan. Also kurz Google Maps gecheckt wo es hingehen soll und auf. Leider war der erste angestrebte Laden voll und vor der Tür bereits eine Schlange. Auf warten hatten wir keine Lust – wie eigentlich immer – und so schauten wir in den umliegenden Gassen nach etwas passendem. Wir wurden diesmal überraschend schnell fündig. Es gab Rahmen in einem Lokal das wieder nur von Einheimischen besucht war. Es war ein Volltreffer, nettes Personal, hervorragende Ramen, einmal normal einmal quasi mit einer Tomatensoße. Beides sehr lecker und wir wurden gut satt. (Es gab sogar ein Lätzchen für uns beide, die Bedienung bestand darauf, dass ich eins trage wegen meinem weißen T-Shirt, sehr nett von ihr 😁)

Im Anschluss sollte es noch ein bisschen weiter gehen uns so suchten wir – nach kurzen Besuch im MoMa Design Shop, eine, vorher ebenfalls im Internet gefundene, Rooftop Bar auf um den Abend ausklingen zu lassen. Sehr sehr schön! Der Blick über Kyoto war genial, was eine wundervolle Stadt.




