Der letzte Tag in Kyoto beginnt entspannt. Gestern steckt und noch etwas in den Knochen also wird heute später aufgestanden und dann erstmal gefrühstückt. Sehr lecker, typisch japanisch, auch wenn man sich das irgendwie so nicht vorstellt. Die Japaner sind große Bäcker und überall gibt es Backwaren zu kaufen, oft kombiniert mit westlichen Einflüssen (Pizza Belag, Wiener Würstchen eingebacken). Wir entschieden uns für Kaffee und Frühstück spezial.


Dann ging es in Richtung Kifune, einem Schrein am Berg. Nach halbstündiger Fahrt mit einer sehr schönen Regionalbahn, wir ergatterten sogar Plätze mit Blick nach draußen, also die Plätze waren parallel zur Fahrtrichtung und man schaute direkt nach draußen. Bei wunderschönem Wetter wanderten wir 20 Minuten den Berg hinauf um dann festzustellen, dass sich hier schon alles auf dem Weg in den Winterschlaf befindet. Die eigentlich sehr schönen Kaffees auf dem Bach waren bereits abgebaut und auch die dazugehörigen Kaffee und Restaurants waren geschlossen. Im ganzen Dorf hatten vielleicht 2 Lokale geöffnet und wurden von den doch zahlreich erscheinenden Touristen nahezu überrannt. Warum alles geschlossen war, war für uns unklar und sehr schade. Wir schauten uns kurz noch den ebenfalls sehr touristischen Schrein an und machten uns dann auf den Weg zurück. Immerhin war das Wetter weiterhin traumhaft und in den Bergen auch von den Temperaturen aushaltbar.



Mit der Bahn ging es zurück und dann noch zu einem Tempel den wir mehr zufällig noch mitnehmen wollten weil er in der Nähe unseres Hotels lag. Ein echter Volltreffer! Großes Tempelgelände, kaum Touristen und dazu noch ein wunderschöner Tempelgarten. Wir verbrachten also bestimmt eine Stunde in dem Garten und genossen die Ruhe, die Sonne und den super japanischen Garten.











Die Füße wurden langsam wieder müde also ging es zurück ins Hotel. Nach ein paar Minuten mit geschlossenen Augen wollten wir unseren letzten Abend in Kyoto aber nochmal genießen. Zuerst ging es in Richtung Essen, wir wollten heute selbst grillen. Und nach zwei Läden die leider voll oder sehr teuer waren kamen wir in einem – zwar vom Tourismus geprägten – aber sehr gut bewerteten und sehr lecker aussehenden Laden an. Für uns gab es erst die Auswahl eingelegter Gemüse (Kimchi), mit Kohl, Gurke und etwas wo wir nicht genau wissen was es war. Vor allem die Gurke überzeugte uns und wurde auch nochmal nachbestellt. Dazu gab es würzige kalte Nudeln als Beilage und Gemüse für auf den Grill. Das Highlight war natürlich das Wagyu, wir bestellten erstmal für eine Person was uns letztendlich auch absolut reichte. Sehr sehr lecker das ganze, sehr saftig und zart und selbst gegrillt natürlich nochmal besonders.


Das Essen hinter uns gelassen, schlenderten wir noch etwas durch die Einkaufsstraßen von Kyoto. Immer ein besonderer, bunt strahlender Anblick. Den Abend ließen wir dann in der Rooftop Bar von vor ein paar Tagen ausklingen, diesmal mit einem Drink mehr und dazu noch einem besonderen. Für mich gab es Sake Fizz, ein Drink aus Sake, Zitronensaft, Zucker und Soda. Wahrscheinlich nicht klassisch japanisch, aber sehr lecker! So kann kann man den letzten Abend in Kyoto doch ausklingen lassen und sich standesgemäß von einer wundervollen Stadt verabschieden.

