0910 im kaufrausch 2

Wieder Regen in Tokio, wieder gibt es trotzdem genug zu tun. Der morgen startet relativ entspannt, und mit der Bahn nach Tokio Station. Ein riesen Bahnhof. Wir sind auf der Suche nach einem bestimmten Standard Laden, den wir bereits in Kanazawa gesehen haben und ein paar Sachen mitnehmen möchten. Wie wir es gewohnt sind geht es im Erdgeschoss aus dem Bahnhof raus, der Laden ist immerhin ein gutes Stück weiter auf Google Maps eingezeichnet. Im Endeffekt überqueren wir zwei Kreuzungen die größer sind als alle die es in Aschaffenburg gibt und stehen dann nach etwas Suche vor einer Treppe ins Untergeschoss. Denn da unten befindet sich das, direkt an den Bahnhof angrenzende Einkaufszentrum. Hier finden wir auch den passenden Laden und ungefähr 200 weitere Geschäfte. Wir kaufen zuerst Stäbchen bis wir über einen ganze besonderen Laden stolpern. Wir haben uns die Produkte schon ein paar Mal angeschaut, gibt es auch in Deutschland, aber nicht so wie hier. Sie sind viel leichter und bequemer und die absolute Besonderheit ist, man kann sie in 30 Minuten abholen. Aber mehr wird nicht verraten. In der Wartezeit gibt es für uns Mittagessen. Curry, Reis und Omlette, ein klassisches Mittagessen hier.

Der Tag geht dann relativ entspannt weiter, wir holen uns einen Kaffee, stolpern dann über einen Buchladen, und kaufen noch ein paar Notizbücher (heute wird überraschend viel gestolpert 😂).

Die Bahn bringt uns dann nach Asakusa (gesprochen: Asaksa). In diesem Viertel begann unser letzter Japan Urlaub, also nochmal ein bisschen in Erinnerungen schwelgen und die Touristenmassen zum bekannten Schrein betrachten. Wir gehen die Einkaufsstraße nur kurz ab und biegen dann in ruhigere Seitengassen ab. Wir finden – mal wieder – einen Uniqlo und müssen zwei der Sonderedition die es für jeden Stadtteil gibt mitnehmen. Auch Souvenirs werden gekauft.

Direkt an Asakusa anschließend befindet sich das Küchenutensilien Viertel. Hier gibt es vom Essstäbchen, über das Nudelsieb bis zum teuren Messer alles. Wir stöbern nur, Stäbchen haben wir bereits und alle anderen Sachen würden etwas mehr Zeit rund Ruhe bei der Auswahl beanspruchen. Schöne Schalen haben wir zudem schon aus dem letzten Urlaub.

Wir machen uns auf den Weg in Richtung Hotel. Etwas entkräftet mit kurzem Zwischenstopp in einer japanischen Burgerkette, ich habe eine Burger mit Würstchen, Kraut und einer Art Bratensoße… Spannend. Während wir da sitzen können wir auch direkt die Rückreise planen. So buchen wir Tickets für den Skyliner, einen Zug zwischen Tokio und Narita Airport (das Geld für das private Taxi geben wir lieber für Souvenirs aus) und checken für unsere Flüge ein, das klappt alles problemlos. Leider gehts in zwei Tagen schon zurück!

Das erinnert uns an das Kofferproblem! Wir bekommen die ganzen Sachen niemals in unsere Koffer, also wird bei der Airline ein Extragepäckstück gebucht und auf den Rückweg zum Hotel ein Koffer gekauft. Wir nehmen einen großen, sicher ist sicher (und gar nicht teuer, der Hartschalenkoffer, nur „leicht“ wacklig kostet 37.5€). Das zeigt sich als weise Entscheidung, dazu gleich mehr.

Nach etwas Siesta im Hotel geht es nochmal raus zum Essen. Wir landen relativ spontan in einem Ramen Laden aber chinesischer Art. Hier kann man sich seine Nudelart selbst aussuchen. Dann bekommt man scheinbar immer eine Nudel die nur unterschiedlich lang und dick ist.

Wir essen auf und dann geht es nochmal eine kleine Runde um den Block. Leider ziehen und die bunten Lichter so an, dass wir nochmal ein paar Automatenspiele versuchen müssen. Und diesmal gewinnen wir doch tatsächlich auch noch! Und zwar eine bestimmt 50 cm große Plüsch Figur aus Super Mario. Welch Freude und zum Glück war der große Koffer schon gekauft! Aber natürlich haben die Japaner auch hierfür eine kluge Lösung. Im Laden gibt es eine Maschine zum Einvakuumieren. Also Plüschtier rein in die Tüte und dann ins Gerät, 300 Yen dazu, Knopf gedrückt und Zack ist die Luft raus und das ganze Tier nur noch ein Bruchteil von dem was es mal was. So passt es ganz locker in den Koffer.

Später im Hotel merken wir das war wichtig, denn der dritte Koffer wird auch so schnell voll und hat grob gepackt bereits 18 Kilo… Also morgen wird weniger geshoppt! Vermutlich gar nicht, denn es soll nochmal einen Tagesausflug an den Strand geben, das Wetter ist etwas besser gemeldet.