Die Reise neigt sich dem Ende, die Vorbereitungen für unsere Abreise sind getroffen, aber was noch fehlt ist ein echter Urlaubstag am Strand, nachdem der eine Versuch leider nicht geklappt hat. Das Wetter ist gut gemeldet, also versuchen wir es noch einmal, vielleicht können eir ja sogar noch einen kleinen Sonnenbrand mit ins Gepäck nach Hause nehmen.
Wir starten früh, holen aber zuerst unsere Zugtickets für den Flughafen Express ab. Um halb 9 geht es dann auf in Richtung Meer. Mitten in der Rushhour, zum Glück war der Zug nur kurz sehr stark gefüllt. Dann steigen wir einmal um und erreichen nach insgesamt 1.5 Stunden unser Ziel. Zushi Hayama Bahnhof. Dort erstmal einen Kaffee holen, und leckeres Bananenbrot. In einem süßen kleinen Café mit sehr netten Besitzern, während wir dort waren wurde sogar noch frisch Kaffee geröstet.




Dann ging es weiter durch die kleinen Gassen des Dorfs am Strand hin zum Wasser. Endlich ein richtiger Strand! Hier waren sogar Leute am Windsurfen. Und ein paar Spaziergänger gab es auch. Für unter der Woche vormittags war das ganz okay. Wir spazierten in der Sonne am Strand entlang, hin zum Segler Hafen und auf den Wellenbrecher Damm. Etwas durchs Dorf und mit kurzem Zwischenstopp im Konbini erreichen wir den nächsten Strand, hier können wir sogar etwas die Füße ins Wasser halten. Mit Blick auf die Insel Enoshima, die wir beim letzten mal besuchten. Am Horizont könnte man eigentlich den Fuji sehen, leider sind die Wolken dafür etwas zu dicht.









Am Ende des Strands stand dann ganz klischeehaft ein kleiner Tempel. Sehr idyllisch, vor allem gab es hinter dem Tempel einen direkten Zugang zum Meer und das Tor im Wasser schien auch zum Tempel zu gehören.





Ein bisschen die Stille genießen und dann war es auch schon wieder Zeit in die Großstadt zurückzukehren. Immerhin wollten wir noch Abend Essen und gemütlich den Urlaub ausklingen lassen.
Das war auch solange der Plan bis wir am Bahnhof Tokio ankommen und spontan entscheiden hier auszusteigen. Noch ein paar Meter gehen und uns umschauen. Wir stolpern mal wieder ziemlich zufällig (weil uns einfällt, dass das hier irgendwo sein muss) in die Character Street. Eine natürlich unterirdisch liegende Einkaufsstraße in einem Einkaufszentrum in welchem sich alles um Charaktere aus verschiedene Filmen, Serien und ähnlichem dreht. Wir besuchen also den Pokemon Store (und kaufen eine Sonderedition die es nur hier gibt), den Ghibli Store, den Harry Potter Shop und den Lego Shop. Zum Glück kaufen wir nicht überall etwas, ist dann doch relativ teuer alles … .








Von der Character Street geht es in die Ramen Street. Angeblich muss man das gesehen haben, denn hier ist der Name Programm. Ein Ramen Laden am nächsten. Wir waren aber nicht übermäßig begeistert, kann man machen muss man nicht. Sieht auch nicht sonderlich spektakulär aus. Wir essen ganz leckere aber auch nicht außergewöhnliche Ramen. Aber wir sind zumindest gestärkt.
Dann irren wir noch einmal quer durch die Tokio Station (und bezahlen dafür auch noch 150 Yen, für rein und auf der anderen Seite wieder raus) um uns am anderen Ende des Bahnhofs unseren Stempel abzuholen. Die Bahn bringt uns dann quasi zum nächsten Stempel an unserem Heimatbahnhof Ueno Station. Auch hier leichte Verwirrung und Suche bis der Stempel gefunden ist, aber das Stempelbuch wird dafür immer schöner.
Nach den dann 18.000 Schritten erreichen wir das Hotel. Kurz Füße hoch und Koffer packen und dann nochmal los! Wir wollen heute grillen und vorher soll es nochmal Postkarten geben. Die sind in Japan leider echt schwer zu finden, denn die Japaner schreiben keine Postkarten und wir haben es gestern an den Touristenattraktion leider verpasst welche mitzunehmen. Also von Laden zu Laden, aber selbst im Schreibwarenladen gibt es nicht eine schöne verschickbare Karte, abgesehen von Hochzeits oder Geburtstagskarten. Also suchen wir uns etwas enttäuschend lieber ein Lokal, denn mittlerweile ist es auch 20:30. Wir kehren in einem Yakiniku Lokal ein und bestellen noch ein letztes Mal Wagyu. Dazu verschiedene Gemüse, verschieden Kimchi und Bimbimpap Nudeln. Ganz wichtig dazu, der Ginger Highball, Ginger Ale mit Whisky. Unser absolutes Lieblingsgetränk hier. Das selbst gegrillte Essen schmeckt wieder hervorragend und wir können Japan nochmal genießen.




Als alles aufgegessen war und ich noch schnell Bargeld geholt hatte, den im Lokal war leider nur Barzahlung möglich machten wir uns mit dem Wechselgeld und unseren zusammen gesuchten 100 Yen Stücken auf ins nächste Spieleparadies. Diesmal stand der Spaß im Vordergrund! D.h. wir waren einfach nicht so erfolgreich, irgendwie auch zum Glück, die Koffer sind ja voll. Als das Kleingeld (und das neu gewechselte Kleingeld) aufgebraucht war ging es mit kurzem, letzten Zwischenstopp im Konbini zurück ins Hotel und ins Bett. So endet der letzte Abend in Japan. Schade, dass es schon vorbei ist, aber ein halber Tag morgen bleibt uns noch😊
