30 Juni, 1 & 2 Juli

Die letzten Tage brachen an und wir hatten noch einen Trip geplant. Nach San Gimignano. Auf Grund der Hitze blieben wir wieder lange am Pool und erst gegen Abend ging es los.

Uns hatte vorher der Tipp erreicht, dass es hier besonders gutes Eis geben soll, dass wir natürlich nicht ignorieren konnten. Also gab es Eis zu Abend und wir schlenderten durch das alte Bergdorf. Sehr schön, sehr kleiner und für einen Abend wirklich optimal. Die Touris waren schon weitestgehend weg und wir konnten die Ruhe und die Blicke über die Toskana genießen.

Nach zwei Stunden ging es auch schon wieder zurück, Zuhause gab es noch ein kleines Abendessen und dann war der Tag auch schon wieder vorbei.

Den vorletzten Tag verbrachten wir komplett am Pool, nur mit kleinem Ausflug zum Bauernhofladen.

Der letzte Tag brach früh an, wir packten direkt das Auto, um schon vor dem Frühstück abfahrbereit zu sein. Ein letztes Mal das Frühstück von Lucia genießen und dann ging es auch schon los. Nicht ohne ordentliche Verabschiedung von Lucia.

Dann ging es die Küste entlang Richtung Mailand. Wir entschieden uns den direkten Weg zu nehmen um nicht durch Trödelei den Flug zu verpassen. Ungefähr 300 km und ca. 4 Stunden später waren wir schon am Flughafen. Es lief super und wir waren natürlich viel zu früh. Nicht mal unsere Koffer konnten wir schon abgegeben. Also erstmal warten und noch Reste vom Vortag essen. Dann ging es endlich los – zumindest mal ins Flugzeug. Hier mussten wir leider noch eine Stunde warten, da es in Düsseldorf schwere Unwetter gab bei denen wir nicht landen könnten. Aber immerhin wurden wir gut versorgt.

Der Regen begrüßte uns in Düsseldorf, da fühlt man sich richtig heimisch. Der Flug lief sonst ereignislos, nur der Flughafen Düsseldorf war etwas überfordert mit der großen Anzahl an Flugzeugen die nach dem Unwetter landeten. Es dauerte alles und wir hatten schon Angst die Bahn zu verpassen, die nur alle Stunde fährt. Zum Glück kamen unsere Koffer relativ am Anfang und wir eilten noch zur Skybahn. Die brachte uns zum Bahnsteig und dort mussten wir keine 2 Minuten mehr warten und der Zug fuhr schon ein. Nach anderthalb Stunden Fahrt ging der Urlaub dann zu Ende und wir waren wieder zu Hause. Leider! Aber das wird definitiv nicht das letzte mal in Rom und der Toskana sein.

Grüße vom nächsten Urlaub der uns gerade nach Linz gebracht hat, aber nur noch eine Stunde bis wir endlich in Wien ankommen! 😊

28 & 29 Juni

Entspannte Tage am Pool. Zu berichten gibt es sonst wenig. Am Sonntag Abend waren wir bei einer Brauerei um die Ecke, die unsere Gastgeberin empfohlen hatte. Sehr leckeres Bier, gutes Essen und schöner Ausblick.

Sonst genießen wir weiter die Sonne und die 38 Grad. Ah und einkaufen waren wir, regional bei einem kleinen Direktvertrieb und beim Supermarkt. Gerade der kleine Bauernladen war ein genialer Tipp (auch von unserer Gastgeberin)! Klasse leckere Produkte.

26 & 27 Juni

Wir beginnen uns einzuleben hier auf dem Bauernhof. Das Frühstück gibt es von 8:30 bis 10 mit allem was man braucht. Besonders lecker, frische Backwaren und Joghurt.

Dann geht es mit einem guten Buch oder mit einem Podcast auf den Ohren an den Pool. Hier lässt sich auch die Hitze aushalten, ab und zu mal abtauchen, obwohl auch der Pool nicht mehr wirklich kühl ist.

Am ersten Abend organisiert die Gastgeberin Lucia ein kleines Wein-Tasting, das lassen wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen. Eigentlich sollte es zweimal die Woche richtig Essen geben hier auf dem Bauernhof, der Koch ist aber leider krank. Also gibt es Wein, Bruschetta, Tomate und Mozzarella, und Tasting des hauseigenen Olivenöls. Das Ganze in geselliger Runde mit den 10 anderen Gästen des Bauernhofes. Niederländer, Belgier, eine Amerikanerin und wir. Eine bunt gemischt Truppe und ein echt schöner Abend.

Der nächste Tag läuft genauso ab. Wir verbringen viel Zeit am Pool und kommen endlich mal in unseren Büchern voran.

Am Abend gegen 18 Uhr, nach der Siesta, machen wir uns auf nach Volterra. Es ist quasi um die Ecke, was hier bedeutet eine 30 minütige Autofahrt entfernt. Aber es lohnt sich. Volterra ist ein wirklich schönes kleines Bergdorf mit engen Gassen und wahnsinnigen Panorama. Dadurch das wir recht spät waren, war die Stadt schon ziemlich leer und wir genossen die mittlerweile auch etwas kühlere Luft. Zum Abendessen kehrten wir einfach irgendwo ein und stellten fest: hier in der Gegend scheint viel Wild gegessen zu werden. Es gab die verschiedensten Wildgerichte, alle klangen sehr lecker. Für mich gab es deshalb einen Secondi Piatti aus einem groben Gulasch und für Lisann hausgemachte Nudeln mit Wildschwein Ragú alla Nonna. Beides sehr lecker! Dazu noch gemischtes Gemüse: Caponata. Mit Pinienkernen und Rosinen. Und in Kombination mit dem Foccacia vorher, dass wir für eine kleine Vorspeise hilten auch absolut genug. Insgesamt ein gelungener Trip!

Kleiner Aufreger auf der Heimfahrt. Wir fuhren die echt einsame Landstraße entlang (so wie alle Straßen hier sind) und ein Auto stoppte uns, um uns auf einem betrunkenen E-Scooter Fahrer aufmerksam zu machen. Ein paar Meter weiter entdecken wir den armen Mann im Graben… Nur die Beine waren noch zu sehen. Also anhalten und nachschauen. Ihm ging es bis auf die zu große Menge an Alkohol aber gut. Zum Glück konnten wir noch zwei weitere Autos anhalten, die zumindest genug italienisch sprachen um Polizei und Krankenwagen zu rufen. Liegen lassen konnten wir ihn ja nicht. Problem war nur, bis Polizei und Krankenwagen da waren hatte sich der Betrunkene erst halb mit einem der Ersthelfer geprügelt, weil der ihn nicht zurück auf seinen E-Scooter lassen wollte und ist dann letztendlich doch mit dem Scooter abgedüst. Jetzt wollte sich keiner mehr mit ihm anlegen. Die nette Dame, die die ganze Zeit mit dem Notruf telefonierte um zu erklären was Sache war, konnte kein Englisch aber mein Italienisch reichte um am Schluss zu verstehen: wir können gehen, die Rettungskräfte haben den Betrunkenen irgendwo weiter vorne auf der Straße aufgegabelt.

Haben wir doch am Abend noch richtig was erlebt. Zum Glück alles gut ausgegangen und immerhin nicht nur Füße hoch hier 😄

Während ich diese Zeilen hier jetzt schreibe, am frühen Morgen hört man hier nur die Grillen zirpen (oder was auch immer das für Tiere sind), ab und zu mal einen Vogel und jede Menge Bienen, Hummeln und Vespen (ah und ab und zu ganz leise Lucia die gerade den Pool sauber gemacht hat). Dabei hab ich einen wunderbaren Blick auf die Toskana, das ganze ist hier wie im Bilderbuch. Verrückt dass es das nicht nur auf Fotos gibt, sondern das sieht wirklich so aus. Mal sehen ob es auch bei 39 Grad noch so schön ist.

25 Juni

Zweiter Reisetag.

Um 10 Uhr, nach dem Frühstück, werden wir mit dem Golf-Kart abgeholt und direkt zum Auto gefahren.

Von dort geht es los Richtung Cedri. Kurzer Abstecher nach Volterra zum Einkaufen und dann erreichen wir das Agriturismo.

Quasi am Ende der Welt. Wir wurden herzlichst begrüßt, die Besitzern macht das Ganze hier wirklich mit Leib und Seele! Sehr schön, es sind ungefähr 8 Wohnungen und nochmal 4/5 Zelte (genau die gleichen, wie das in dem wir die letzten Nächte verbracht haben).

Internet gibt es kaum, Menschen ebenfalls wenige, hier sind hauptsächlich Mücken, Bienen, Schmetterlinge, Ameisen, Schwalben, Geckos usw. zuhause. Für die nächste Woche wir auch.

Im rot eingezeichneten Teil ist unsere Wohnung, von rechts und von links zugänglich. Rechts weg ist eine große Wiese und dahinter die Olivenheine. Links stehen ebenfalls einige Olivenbäume und dahinter ist der Pool.

Am Abend gibt es hervorragende Nudeln mit Blick auf die Toskana. Die Bilder sollten für sich sprechen.

Die nächsten Reiseberichte kommen, wenn es Internet gibt und wir mehr machen als lesen und in den Pool springen.

23 und 24 Juni

Zwei Tage, eine Beschäftigung. Entspannung.

Morgens gibts Frühstück in der Beachbar, danach geht es kurz an den Strand und ins Meer. Dann wird auf der Terrasse unseres Zeltes gelesen und die Füße hochgelegt.

Einmal noch einkaufen und durch die schöne Landschaft düsen, damit wir Abends auch etwas zu Essen haben. Das war’s schon.

22 Juni

Der erste Reisetag.

Um 8 Uhr klingelt der Wecker, schnell raus aus dem Federn, packen und nochmal zum Café des Vertrauens um die Ecke. Heute mit der Mission ein Souvenir mitzunehmen. Auch wenn wir etwas Verwirrung auslösten erledigten wir unsere Mission und ließen uns die letzten Café und Cornetti Pistacchio schmecken.

Um 10:50 machten wir uns zu Fuß aus zum Bahnhof Trastevere und von dort zurück zum Flughafen. Aber nicht um zu fliegen, sondern um unseren Mietwagen abzuholen. Das gelang uns, auch wenn die Koordination des Anbieters furchtbar war. Nach einer Stunde hielten wir den Schlüssel eines wunderschönen schwarzen Lancia Ypsilon in den Händen. Mit 100.000km und der ein oder anderen Spur im Lack nicht das neuste Modell, aber für uns sollte das ausreichen.

Also los gehts, nicht über die Autobahn um der Maut zu entgehen und außerdem erhoffen wir uns so eine schönere Strecke. Was wir vor allem bekommen sind aber Schlaglöcher, dagegen sind deutsche Straßen wirklich ein Traum. Italien sollte dringend über ein Sondervermögen für Straßen nachdenken. Uns ist es egal, da muss ja der Mietwagen durch. Eine kurze Pause um die mitgebrachten Snack zu vergehnren und ein Stopp beim Supermarkt (der Sonntags ganz normal geöffnet hat) und schon fahren wir um 16:45 beim Glamping Platz vor.

Das Zelt können wir angeblich ab 17 Uhr beziehen. Das funktioniert leider weniger gut, nachdem wir nett Empfangen wurden, sogar ein bisschen auf deutsch, warteten wir bis 18:30 auf das Zelt. Ärgerlich, wir waren die ganze Zeit vollgepackt mit Rucksack übers Gelände gezogen. Den Koffer hatten wir zum Glück vorher abgeben.

Dann gab es erstmal Abendessen, mitgebrachte Nudeln und Soße, das Restaurant hier ist uns zu teuer und wirkt wie das Restaurant eines all Inklusive Resorts. Mal sehen ob es uns in den nächsten Tagen noch überzeugen kann.

Abends gibt es noch einen kurzen Abstecher zum Strand und dann schnell ins Bett, war ein langer Tag.

21 Juni

Letzter Tag in Rom. Verrückt wie schnell das ging.

Wir haben unseren Rhythmus gefunden, das bedeutet Frühstück bei Linari, Café und Cornetto. Dann geht es heute mit der Ubahn nach Termini. Auch wenn wir alles ganz wichtige gesehen haben gibt es noch genug anzuschauen.

Zuerst stand die Basilica Santa Maria degli Angeli e degli Martiri auf dem Plan. Direkt am Piazza Reppublica neben dem Bahnhof. Aufgebaut auf den Ruinen eines römischen Bades. Sehr schöne Kirche, wenige Touristen und ein Ort der Ruhe mitten in der Stadt.

Von dort geht es zur Basilica Papale di Santa Maria Maggiore. Eine Papstbasilika die seit neustem nochmal eine besondere Bedeutung hat. Zum einen befindet sich hier eine heilige Pforte die wir ebenfalls durchschreiten. Zum anderen ist hier das Grab von Papst Franziskus. Eine lange Schlange zeigt wo es lang geht, das Grab wollen einige sehen. Ein schönes schlichtes Grab, ohne viel Prunk nur mit einer Platte und einigen Pflanzen. Passt zu ihm, zumindest was man so über ihn gehört hat. Auch der Rest der Kirche ist schön, aber leider viel zu überlaufen.

Für uns geht es weiter zur San Giovanni in Laterano. Hier hatten wir unseren Abschlussgottesdienst bei der Ministrantenwallfahrt 2018. Ich kannte die Kirche also schon, wusste aber nicht, dass hier ebenfalls eine heilige Pforte ist. Also haben wir schon drei Stück durchschritten.

Neben der Basilika gibt es noch die Papstkapelle Sancta Sanctorum. Die Treppe dort nach oben soll Jesus vor seinem Tod gegangen sein um sich das Todesurteil abzuholen. Der Empfang durch den Torwächter war eisig, er drückte uns direkt ein Tuch auf um die Knie zu bedecken (für einen Euro) und erklärte uns wie das alles abläuft. Die Jugendgruppe neben uns hatte dafür gefühlt Narrenfreiheit. Die Stufen nach oben zur Kapelle sollte man dann auf den Knien nach oben gehen. Nichts für uns, also lieber wieder raus und Richtung Mittagessen.

Das konnte uns dafür richtig überzeugen, ein Geheimtipp ein bisschen außerhalb der Stadt. Aber die 15 Minuten zu Fuß lohnten sich. Der Besitzer arbeitete angeblich vorher in einem 2 Sterne Lokal und macht jetzt ganz besondere Pizza in einem kleinen Bistro. Der Blick in die Küche ließ auch nur bestes vermuten. Wir bestellten und aßen draußen auf Barhockern. Das war vermutlich eine der besten Pizzen die ich je gegessen habe. Zusammen bezahlen wir 25 Euro für alles. Ein absoluter super Preis. Gefunden hatte ich das ganze im Internet über ein Video. Lustigerweise waren mehrere da, die das selbe Video gesehen hatte und der Besitzer war ganz aus dem Häuschen und freute sich sehr.

Danach mussten wir nochmal dringend zum Vatikan. Etwas erledigen. Einige  werden bald erfahren was genau. Zufällig gab es dort auch einen Laden in dem wir unsere Souvenirs kaufen konnten. Ein Glückstreffer. Das müssen wir nur noch nach Hause transportiert bekommen.

Dann ging es zurück ins Hotel, die 36 Grad heute waren in der Sonne kaum auszuhalten.

Abends starten wir nochmal Richtung Stadt. Zuerst auf den Aventin. Hier stolpern wir noch zufällig in ein Benediktiner Kloster, leider hatten Shop und Kirche schon zu. Also weiter zum Blick über Rom, im Sonnenuntergang sehr schön. Dann wird es schon langsam spät und wir eilen in die Stadt um noch etwas zu Essen. Eine Abschiedscarbonara und eine Abschiedslasagne. Danach schlendern wir noch vorbei am jüdischen Viertel, an der Innenstadt und nochmal durch das volle Trastevere. Sehr überladen heute – ist eben auch Samstag. Wir holen uns noch ein frisch zubereitetes Tiramisu auf die Hand und schlendern zurück ins Hotel. Ein sehr schöner letzter Abend.

20 Juni

Heute nur ein paar kurze Zeilen. Wir sind durch! Mit dem Programm, alle ganz wichtigen Punkte haben wir erledigt, und das zum Glück schön entspannt. Heute stehen wir spät auf (was wir später bereuen, weil wir sehr in die Mittagshitze kommen) und laufen in die Stadt. In Italien ist heute Generalstreik, die Metro fährt nur teilweise, bei Bussen und Straßenbahnen sind wir uns unsicher, also verlassen wir uns nur auf unsere Beine (die geben gegen Mittag aber auch langsam auf).

Gestartet wird schon fast traditionell mit Cornetto und Café bei Linari um die Ecke. Weiter geht es zum Piazza del Campidoglio, der leider komplett eingerüstet ist. Da sind sie nicht pünktlich zum heiligen Jahr fertig geworden. Vorher aber gab es einen schönen Blick auf das Forum Romanum.

Das Vittorio Emmanuele Denkmal schauen wir wieder nur von unten an, es ist einfach schon zu heiß um da hochzugehen.

Dann bummeln wir am Piazza Venezia vorbei in die Via del Corso. Auch wenn wir nichts kaufen haben wir doch etwas ins Auge gefasst, ein Souvenir welches wir wohl noch kaufen müssen (Update 21.06.: es wurde gekauft 😄). Der spanischen Treppe statten wir einen kurzen Besuch ab, sie ist aber leider immernoch abgesperrt. Durch die Gassen wollen wir dann zum Restaurant von vorgestern Abend. Die nette Dame meinte heute gebe es auch einen Mittagstisch. Als wir ankommen hat sie aber leider zu, tja auch so ist Italien. Kein Problem um die Ecke hatten wir einen süßen Laden gesehen, den ich mir zufällig auch schon auf Google Maps gemerkt hatte. Woher fällt mir erst später auf – er wird im Michelin Guide empfohlen. Kein Stern aber immerhin eine Empfehlung. Wir sind durchgeschwitzt und nicht sonderlich ordentlich angezogen, damit hatten wir ja nicht gerechnet. Kein Problem, draußen war noch ein Plätzchen frei, obwohl wir natürlich nicht reserviert hatten. Da war auch etwas Glück dabei, viele andere hatten reserviert. Wir essen Antipasti, Pasta und Dessert. Sehr sehr lecker, preislich fair und der Service ist top.

Dann geht es weiter, doch noch ein bisschen Kultur. Die Chiesa di St`Ignazio di Loyola wollen wir spontan noch anschauen, hier sind vor allem die Decken Gemälde besonders!

Nach kurzer Besichtigung geht es für uns zurück Richtung Hotel. Auch zu Fuß und das bei 35 Grad. Wir waren froh, dass das Zimmer gut klimatisiert ist.

Abends brechen wir wieder auf, diesmal mit einem klaren Ziel: Stockfisch! Und den bekommen wir, diesmal mit etwas mehr Zeit und wieder super lecker, ein paar Beilagen und schon sind wir glücklich. Der Laden scheint eine echte Institution zu sein. Was hier an Stockfisch rausgetragen wird – Wahnsinn. Viele nehmen sich ein solchen Filetto auch einfach die Hand mit. Streetfood mal anders.

Der Hinweg führt uns noch über einen Suppli, ein frittiertes Risotto Bällchen und vorbei am Tiber.

Der Rückweg über die Piazza Navona und die Chiesa St’Ignazio di Loyola in der wir heute Mittag schon waren. Abends nochmal in einer ganz besonderen Atmosphäre.

19 Juni

Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Das hat heute gepasst. Um 6 Uhr aus den Federn, um halb 7 los, kurze Stärkung mit Café und Cornetto und um 7:15 sind wir bereits am Petersdom!

Was eine gute Entscheidung! Auch wenn die schlange recht lange aussieht, kommen wir super schnell rein und um kurz vor 8 beginnen wir bereits den Aufstieg zur Kuppel. Auch eine gute Entscheidung das vorzuziehen. Als wir oben ankommen sind wir noch recht alleine, erst langsam füllt sich der oberste Bereich.

Nach dem spannenden Abstieg – mindestens genauso spannend wie der Aufstieg – geht es noch in den Petersdom selbst. Durch die heilige Pforte des Petersdom. Schon besonders, auch wenn wir uns daraus eigentlich wenig machen. Insgesamt ist der Petersdom leider durch das heilige Jahr deutlich beschränkter, viele Bereiche sind abgesperrt und man geht einen vom Vatikan vorgezeichneten Weg um den Hauptaltar. Trotzdem beeindruckend auch wenn man sich nicht so frei bewegen kann. Highlight für mich immer wieder das aus dem Petersdom auf dem Petersplatz treten.

Dort biegen wir scharf rechts ab und fragen die Schweizer Garde nach dem „deutschen Friedhof“. Ein kleiner Friedhof mit Kirche auf italienischem Gelände, aber umschlossen vom Vatikan. Kurze erneute Sicherheitskontrolle und schon können wir los. Es erwartet uns eine grüne Oase, die uns sogar schon von der Petersdom Kuppel aufgefallen war. Ein sehr schöner Friedhof und eine Kirche, die wirklich eine ruhige Insel in der Stadt ist. Wir verweilen ein bisschen, da tatsächlich sogar ein Mönch Orgel spielt und scheinbar auch Weihrauch aufgelegt hat. Fast etwas kitschig.

Vom Campo Santo Teutonico geht es erstmal auf die Suche nach etwas essbarem, die Cornetti waren zwar lecker, aber der Kuppelaufstieg forderte seinen Tribut. Wir schlendern Richtung Innenstadt und gehen zum Cafe von vor ein paar Tagen, das hatte uns so gut gefallen. Leider kann die Pizza nicht so überzeugen wie die Lasagne von Dienstag. Aber es sättigt immerhin.

Im Anschluss geht es mit dem Bus zum Hotel nochmal Schlaf nachholen. Vorher wird auf dem Markt noch schnell Abendessen eingekauft. Brot, Pesto Genovese, stracciatella di Bufala und Tomaten.

Das Abendessen genießen wir auf der Terrasse und eigentlich hätten wir da auch bleiben können. Aber die Neugier treibt uns nach draußen – und vielleicht auch die Lust auf Eis. Also um die Ecke ein Eis geholt und noch etwas geschlendert. Am Tiber entdeckt wir wieder das Tiber Fest und entscheiden uns für einen abendlichen Drink. Limoncello Spritz und Spinello Spritz. Lecker, aber nicht das gelbe vom Ei. Immerhin haben wir die jetzt auch mal getrunken und das auch noch direkt am Tiber.

Während der Siesta habe ich noch etwas im Reiseführer geschmökert und von einen frittierten Stockfisch gelesen, scheinbar ein Geheimtipp. Obwohl wir uns schon wieder auf den Rückweg machten viel mir meine Markierung auf der Karte ins Auge. Das ist ja direkt neben unserem nach Hause weg, maximal ein kleiner Umweg. Also mal schauen was da so geht. Wie der Zufall so will hatten sie genau noch einen zweiter Tisch frei und obwohl sie bereits in 30 Minuten schließen durften wir uns noch hinsetzen und bekamen frittierten  Stockfisch und Zucchini, zusammen mit Brot und Weißwein serviert. Was ein Fest! Um uns herum nur Italiener, wir an einem kleinen Tisch im Schatten einer Kirche. So lebt es sich in Rom. Hier konnten wir den Abend ausklingen lassen, danach ging es Richtung Bett.

18 Juni

Nachdem es uns in Rom heute mit 36 Grad zu war geworden ist, fliehen wir kurzfristig nach Japan.

Natürlich nur ein kleiner Spaß, aber heute lassen wir es langsam angehen. Wir stehen spät auf und schlendern erstmal über den Markt. Ein Laden mit traditionellen Sandwiches fällt uns ins Auge (und der wird auch online empfohlen). Also gibts zum Frühstück ein Panino mit Hackfleischbällchen alla Nonna, und eines mit Schweinefleisch und Gemüse in Tomatensoße. Beides sehr lecker.

Ohne Plan wohin es weiter geht, schlendern wir Richtigung Tiber und darüber, und dann weiter Richtung Trastevere. Abends total überlaufen, tagsüber echt schön. Uns fiel ein, dass wir noch einen Abstecher in den botanischen Garten machen wollten und das war jetzt ein guter Moment dafür. Also ca. 200 Höhenmeter hoch und dann von oben durch den Garten nach unten. Doch gar nicht so langsam wie geplant heute. Aber immerhin sehr schön! Und größtenteils schattig.

Zurück ging es mit einem Lemon Soda in der Hand  gemütlich durch die Gassen Trastevere’s. Pünktlich zur Mittagshitze um 13 Uhr waren wir zurück im Hotel. Heute aber nicht ganz so lange.

Denn das Pantheon rief! Wir hatten für 16 Uhr Tickets gekauft, so wie man das mittlerweile überall machen muss. Also machten wir uns um kurz nach 3 wieder auf. Erstmal Zwischenstopp direkt neben dem Hotel für einen Grattachecca. Das ist Eis direkt fein von einem Eisblock geriebenes mit Sirup oben drauf. Scheinbar eine Spezialität hier, und wirklich sehr lecker.

Am Phanteon angekommen mussten wir tatsächlich nur 10 Minuten anstehen, auch wenn die Schlange ewig lange aussah. Von innen ist das Phanteon weiter einmalig, die 9 Meter große Öffnung (im Durchmesser) in der Decke ist schon faszinierend, dass das hält…

Dann weiter zu einem Museum um die Ecke. Thema Blumen. Mit Stufenrabatt kommen wir für 15 Euro rein, und das sollte sich lohnen. Wirklich faszinierende Bilder und schöne Ideen. Es werden immer wieder Blumen und künstliche Intelligenz zusammen betrachtet, aber auch alte Kunstwerke ausgestellt.

Die ganze Ausstellung war in einem alten Kirchengelände aufgebaut. So konnten wir dann vom Museumsbistro aus einen der seltenen Sommerregen in Rom betrachten. Dazu gab es Aperol und LemonSoda. Kaum hatte der Regen aufgehört trieb uns der Hunger nach draußen.

19:30, die meisten Lokale machen gerade auf, da wir nichts reserviert hatten lohnte es sich so früh zu sein. Wir kamen in einem kleinen Restaurant unter, dass wir vorher auf Google Maps entdeckt hatte. Hier verirren sich nur wenige Touris hin und die Gastgeberin meinte auch, hier sind heute nur „locals“. Die italienische Karte stellte uns vor einige Probleme, aber dank Übersetzer fanden wir beide etwas. Lisann hervorragendes Hühnchen al Cacciatore und ich die Tagessnudeln mit Muscheln. Beides unfassbar lecker. Vorher gab es noch Auberginen Törtchen und als Nachspeise Tiramisu und Yogurthcreme. Vor allem das Tiramisu hat überzeugt. Hier werden wir wohl nochmal herkommen müssen.

Über Trevi Brunnen (der Abends genauso voll war wie tagsüber) und spanische Treppe (die für eine Filmvorführung abgesperrt war) ging es zurück ins Bett. Die Wecker klingeln morgen wieder früh.

17 Juni

Der Tag startet früh, zumindest früher als gewünscht. Der Wecker klingelt und wir machen uns auf zu den Vatikanischen Museen, wir haben relativ kurzfristig noch Karten für 10 Uhr bekommen. Überpünktlich sind wir da und müssen aber noch 25 Minuten warten, auf die genaue Einhaltung der Zeiten wird scheinbar Wert gelegt.

Drinnen dann in allen Ecken Statuen, Fresken, Wandteppiche, Karten, Globen, und noch so viel mehr. Wirklich auch beim dritten Mal beeindruckend! Leider wie so viele Orte in Rom mittlerweile komplett überlaufen. Da wir keine Führung gebucht haben können wir wenigstens nach Lust und Laune auch abseits der sehr vollen Wege gehen. Vor allem der Bereich mit alten Karten und der mit zeitgenössischer Kunst weckt unsere Aufmerksamkeit. Ganz im Gegensatz zu den anderen Touristen, die strömen nur der Führung hinter her in Richtung Sixtinische Kapelle. So können wir Dali, Picasso, Nolde, Chagall und Kandinsky wenigstens ganz alleine und ganz in Ruhe bestaunen.

In der Sixtinische Kapelle sind wir dann leider weniger alleine. Schon beeindruckend, aber für um alle Fresken zu betrachten bräuchte man einen ganzen Tag und deutlich mehr Ruhe. Ein Blick auf die bekanntesten muss für heute genügen. Dann stellen wir fest, dass wir als „angeführte“ Touristen scheinbar nur Touristen zweiter Klasse sind. Der direkte Zugang von der Sixtinischen Kapelle in den Vatikan ist nicht so geheim/versteckt wie wir dachten, sondern ist einfach nur geführten Gruppen vorbehalten. Alle andere müssen erst komplett wieder raus und sich in die normale Schlange auf dem Petersplatz anstellen. Das heben wir uns erstmal für einen anderen Tag auf. Also gibt es nur einen Blick auf den abgesperrten Petersplatz, es steht scheinbar eine Audienz an.

Wir marschieren weiter Richtung Engelsburg und dann über die Ponte Sant‘ Angelo auf die andere Tiber-Seite und Richtung Campo dei Fiori. Unterwegs stolpern wir noch über eine sehr gut aussehenden Bar, die zum Glück neben Aperol spritz auch eine hervorragende Lasagne serviert. Das Mittagessen war gesichert.

Auf dem Campo dei Fiori wurden wir etwas enttäuscht. Statt hauptsächlich Blumen, gab es eigentlich nur Touri Kram und Touri Restaurants. Also lieber schnell weiter Richtung Piazza Navona. Der so prächtig wie eh und je. Gerade der Fontana dei Quattro Fiumi und die Chiesa di Sant’Agnese sind einen Besuch wert.

Weiter geht es durch die römischen Gassen zum Phanteon. Hier muss man mittlerweile leider ein Ticket buchen. Eigentlich kein Problem und auch gar nicht so teuer, aber die Schlange war leider ewig lang. Also schieben wir das auch auf einen anderen Tag, unsere Füße waren schon etwas platt und der Café um die Ecke rief erstmal. Von da ging es dann Richtung Bahn um zurück zum Hotel zu kommen.

Der Weg führte aber „zufällig“ am Trevi Brunnen vorbei. Das lassen wir uns nicht entgehen. Wirklich ein Besonderheiten und echt schön. Fehlt nur, dass man eine Runde baden gehen darf.

Nun aber wirklich zurück ins Hotelzimmer. 21000 Schritte sind gemacht, das schreit nahe zu nach Füße hochlegen.

Abends holen wir uns nur noch im Supermarkt einige Leckereien und genießen die auf unserer Terrasse.

16 Juni

Der Tag startete entspannt, ist ja immerhin Urlaub. Wir krabbelten um 9 Uhr aus dem Bett, schlüpften in die luftigsten Klamotten – heute waren 36 Grad vorhergesagt – und liefen los. Erstmal zum Bäcker um die Ecke. Der sollte uns nicht enttäuschen. Typisch italienisch, ein wahnsinniger Trubel. Bezahlen am Schalter, dann rüber an die Theke und schauen, dass wir auch was bekommen. Das hat einen Moment gedauert, aber dann gab es zwei leckere Cafè, ein Cornetto und ein Etwas mit Sahne gefüllt. Alles sehr lecker und ein guter Start in den Tag.

Zur nächsten U-Bahn Station brauchten wir ca. 15 Minuten, dort wurden erstmal die Wochentickets gelöst. 1 Woche, alle Fahrten, mit allen Transportmitteln für 24 Euro. Das scheint ein guter Deal zu sein. Mit der Bahn ging es dann von der Station Piramide nach Termini, einmal umsteigen und ab zum Piazza del Popolo. Dort angekommen stapfen wir den Berg hoch und haben einen hervorragenden Blick über Rom. Das lässt die 30 Grad fast vergessen.

Weiter geht es zur spanischen Treppe, ein Blick von oben soll hier aber für heute genügen. Nachdem der Touristenführer gedacht hat wir brauchen länger, müssen wir noch einen kurzen Zwischenstopp vor dem Essen suchen. Also den Berg erstmal wieder runter und kurz auf die Shoppingmeile. Wir kehren bei Uniqlo ein, das kennen wir aus Japan und kaufen einen Jutebeutel mit römischem Design, den wir mit japanischen Design bereits in Tokio gekauft haben. Dann kurzer Stopp bei Bialetti. Deren Sommer-Linie „Mercato della frutta“ gefällt uns sehr gut, da müssen wir wohl nochmal vorbei.

Dann ist endlich Zeit zu Essen. Wir holen uns Pizza bei einer Pizzeria die ich noch aus vorherigen Rom-Besuchen kenne und setzen uns in den Park Villa Borghese. Das gab einige neidische Blicke bei den vorbeistiefelnden Touris, und auch bei den Spatzen und Raben. Die Pizza ist weiterhin sehr lecker und der Park ebenfalls einen Besuch wert.

Eine Runde durch den Park ging auch noch und dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hauptbahnhof Termini und von dort zur Siesta ins Hotelzimmer.

Nach der Siesta ging es nochmal nach Trastevere, vorher aber noch ein kleines Eis bei uns um die Ecke. Trastevere ist am Abend ein richtiges Ausgehviertel, voll gepackt mit Bars, Restaurants und Kneipen. Hier findet jeder was. Uns war es etwas zu voll, der „Geheimtipp“ hat sich rum gesprochen.

In einer Seitenstraße finden wir aber ein Lokal das frische Nudeln anbietet. Die waren super lecker, leider konnten uns die Soßen, Gricia und Carbonara, nicht so sehr überzeugen wie die von gestern. Auch die Antipasto war nicht wirklich überzeugend.

Nach dem Essen war es dann für uns auch schon wieder Zeit zurück ins Hotel zu gehen. Ein langer Tag mit 27000 Schritten und ca. 20km zu Fuß geht zu Ende und morgen steht schon das nächste Highlight an. Gute Nacht.

15 Juni

Anreisetag nach Rom.

Mit der  S-Bahn zum Innenministerium Bonn. Mit dem Schnellbus vom Innenministerium zum Terminal 1 am Köln Bonner Flughafen. Mit dem Flugzeug  nach Rom Fiumicino. Mit dem  Zug  nach Rom Trastevere. Zu Fuß zum Hotel in Testaccio. Verrückt wie gut das alles funktioniert hat.

Der Bus hatte nur 3 Minuten Verspätung und auch die 15 Minuten Verspätung beim Abflug holen wir entspannt während des Fluges wieder raus.

Nach der Landung erhalten wir super schnell unsere Koffer und bekommen sogar noch den Zug um 16 Uhr! Bei Landung um 15 Uhr. Das Ticket für den Zug kaufen wir quasi direkt beim Einsteigen online, ganz ohne Probleme. 25 Minuten später steigen wir in Trastevere aus und laufen noch ca. 15 Minuten zum Hotel. Hier müssen wir nicht mehr einchecken, alles online schon passiert. Ein Code verschafft uns Zugang zum Hotel und zum Zimmer. (Abends schaffe ich es sogar das Zimmer mit dem Handy direkt über Bluetooth zu öffnen, verrückt!). Um 17 Uhr konnten wir bereits kurz die Füße hochlegen.

Lange hält uns das schöne, geräumige Zimmer (mit Terrasse) aber doch nicht.  Der Trubel von Rom ruft. Über den Aventin, den südlichsten Hügel Roms (leider ohne Blick durchs Schlüssel Loch, da war die Schlange zu lang), ging es zum Circus Maximus, vorher vorbei an einem sehr schönen Rosengarten mit Live Musik. Auf dem Circus Maximus spielt an diesem Wochenende Duran Duran zwei Open Air Konzerte, dementsprechend war ganz schön was los. Wir bummeln jedoch weiter Richtung Colosseum. Direkt die Touri Fotos erledigt.

Weiter vorbei am Forum Romanum und dem Vittorio Emmanuele Denkmal ging es Richtung Tiber. Der Hunger hatte sich bemerkbar gemacht.  Kurzer Stopp in einer Gasse, aus einer Wohnung lauschen wir einem kleinen Privatkonzert einer Opernsängerin. Über die Tiber Insel geht es  rein nach Trastevere. Hier ists typisch italienisch.

Wir kehren im Gli Specialisti ein und haben hervorragende, klassisch römische Antipasti und Nudeln. Ohne viel Schnickschnack. Es gab frittierten Fisch, Arancini und Zucchiniblüten. Dazu Parmaschinken und Büffelmozzarella. Unsere Nudeln gab es einmal mit Ragú und einmal mit Cacio e Pepe.

Nach dem  Essen schlenderten wir den Tiber entlang, da ist gerade Tiber Fest und direkt am Ufer gibt es Stände und Musik. Die ließen wir aber links liegen, so langsam hatte uns der Tag geschafft. Nach 20 Minuten waren wir wieder im Hotel und direkt im Bett.

13 Juni

Der letzte Arbeitstag ist geschafft. Die Vorbereitungen laufen. Dieses Jahr hier nur einige Informationen wo es hingeht und nach Lust und Laune ein paar Bilder und Eindrücke.

Von 15. bis 22. Juni geht es nach Rom. Mit der Flugnummer EW886 von Köln Bonn nach Rom Fiumicino. Direkt neben dem Monte Testaccio im Viertel Testaccio befindet sich unser Hotel.

Danach ruft von 22. bis 25. Juni das Meer. Unter Glamping Resort befindet sich leicht südlich von Orbetello.

Weg vom Meer, weiter ins Landesinnere zieht es uns dann. Von 25. Juni bis 2. Juli schlagen wir unser Lager in Cedri in einem Agriturismo auf. Hier steht vor allem Entspannung im Vordergrund. Vielleicht mal ein Tagesausflug nach Florenz, Lucca und vor allem Volterra.

Alles was ich während der Zeit vor Ort so getippt habe. Wird nach und nach auch noch auf Rechtschreibfehler und schlechte Formulierungen geprüft.

1110 der letzte tag

Heute steht die Abreise an. Das fällt besonders schwer wenn man zu einem solchen Blick aufwacht:

Aber es führt kein Weg daran vorbei, machen wir das beste draus! Ein halber Tag will noch genossen werden. Also Koffer packen und um 9:30 checken wir bereits aus. Überraschenderweise mit drei Koffern und jeweils 21 Kilo. Das war doch mehr als gedacht.

Nach dem Auschecken deponieren wir die Koffer im Hotel und spazieren ein wenig durch den Ueno Park. Wunderschön, und ganz anders als das letzte mal im Winter. Der ganze See ist mit Seerosen oder sowas in der Art überwuchert und das bestimmt anderthalb Meter aus dem Wasser hinaus.

Zum Vergleich ein Bild aus dem Februar 2023

Wir besuchen den Schrein der das letzte mal zu einem unserer ersten zählte. Nehmen nochmal ein kleines Souvenir mit und holen uns in der Nähe noch einen Crêpe mit Matcha Tiramisu, Frühstück sozusagen.

Dann geht es zurück nach Ueno Station und leider zieht uns ein Souvenir/Anime Laden in seinen Bann. Ich sag lieber nichts, aber wir sind auf jeden Fall nicht mit leeren Händen gegangen. Aber natürlich nur nützliches! Einen großen Teil brauchen wir direkt auf dem Flug! 😀

Bleibt noch der eigentliche Tagespunkt den wir heute noch abhaken wollten. Die Sushi Kette mit dem Sushi Band hat auch eine Filiale ganz bei uns um die Ecke und so essen wir hier zu Mittag. Noch ein letztes Mal durch die Sushi Auswahl schlemmen, um dann gestärkt zur Bahn aufzubrechen. Die soll uns zum Flughafen bringen.

Hier werden die ganzen Shrimps zu Tempura verarbeitet, mit Schale! Gewöhnungsbedürftig, aber lecker.

Dann brechen die letzten Stunden an. Eingecheckt haben wir vorher, der Drop Off unserer Koffer sollte eigentlich am Terminal gehen, leider stürzt bei uns das Programm ab. Direkt ist eine nette Japanerin zur Stelle und checkt unsere Koffer händisch ein. So dürfen wir wenigstens alle auf die schöne große Waage stellen. Alle Koffer haben um die 21 Kilo (von meinem Koffer hab ich leider kein Bild gemacht). Ganz schön viel Gepäck. Wir geben die Koffer dann in die Obhut der Dame und hoffen auf das Beste. Zum Glück beobachten wir kurz später wie sie sie aufs Band stellt und sie in den Tiefen den Flughafens verschwinden.

Wir schauen (gefühlt als einzige Touris) kurz beim Zoll vorbei, um zu Erfragen wie es mit unseren Tax Free Sachen weiter gehen soll. Der nette Herr checkt kurz meinen Ausweis und meint dann alles gut, wir sollen einfach durchgehen.

Wir machen uns auf durch die Sicherheitskontrolle. Auch hier wieder komplett ohne Probleme und auch der Hand Check unserer analogen Filme funktioniert problemlos. Die Filme wurden natürlich akribisch gecheckt – Deckel auf „ja ist ein Film drin“ Deckel wieder zu. Direkt dahinter kann man dann nochmal seinen Ausweis wegen der Tax Free Sachen scannen lassen. Wieder alles gut, wieder sollen wir einfach weitergehen. Also durch die Passkontrolle und schon sind wir am Gate.

Um die Wartezeit zu überbrücken gibt es Kaffee und um die letzten Yen umzusetzen noch ein paar Süßigkeiten. Dann beginnt gleich das Boarding.

Der erste Flug geht überraschend schnell vorbei, bis Hongkong sind es um die vier Stunden, also kein Problem. Kurz können wir sogar den Fuji am Horizont sehen!

In Hongkong suchen wir erstmal unser Gate, was ein riesiger Flughafen, aber gut gemacht! Alle Gates zumindest die relevanten gehen von einer riesigen Halle ab. In der kann man sich frei bewegen und hat reichlich Auswahl an Essen und Shoppingmöglichkeiten. Leider ist es bereits 22 Uhr und so sind einige Essensläden zu, wir gehen kurz zu McDonald’s. Einen überraschend guten Burger später, mit einer Joghurt-Frucht-Sprite geht es für uns auch schon zum Boarding.

Auch das funktioniert problemlos. Der 13 Stunden Flug kann starten. Zum Glück über Nacht sodass es sehr ruhig im Flieger ist und wir tatsächlich etwas Schlaf bekommen – die Unterbrechung fürs Abendessen stört da fast etwas. Ein paar Filme und ein bisschen Monopoly spielen (natürlich gegeneinander) später landen wir auch schon in Frankfurt. Die Koffer kommen direkt, Zoll und Passkontrolle lassen uns zum Glück in Ruhe und wir werden von einem hervorragenden Flughafentaxi abgeholt. Danke dafür! Nach einem leckeren ausgiebigen Frühstück und schonmal anschauen der ersten Souvenirs (mal schnell zwei Koffer auspacken) geht es dann weiter nach Bonn! Auch nochmal Danke für den schönen Morgen und das super Frühstück!

Bonn wird um 15 Uhr erreicht und erstmal die Heizung repariert. Als die zum Glück läuft geht es ans Koffer auspacken. Nur nicht hinlegen und schlafen, sonst wird der Jetlag ein Problem. Die Souvenirs gibt es vielleicht hier irgendwann auch zu sehen, oder für den ein oder anderen persönlich.

Abends falle ich schon um halb 9 sehr müde ins Bett, um jetzt am nächsten Morgen um 5 Uhr diese Zeilen zu schreiben. So ganz bleibt der Jetlag wohl nicht aus.

Eine wunderschöne Japan Reise geht zu Ende. Ich bin mir sicher nicht die letzte. Dieses Land hat so viel zu bieten, gerade abseits der Attraktionen. Eine Gesellschaft geprägt von Freundlichkeit, Höflichkeit und gegenseitigem Respekt, die alle Begegnungen besonders macht. Eine Landschaft voller Natur die anders, aber doch ähnlich ist zu hier und immer Überraschungen bietet und natürlich ein Zusammenspiel aus einer futuristischen Moderne und gelebter Tradition wie man es sich kaum vorstellen kann. Faszinierend dieses Land der aufgehenden Sonne.

1010 der erste echte urlaubstag

Die Reise neigt sich dem Ende, die Vorbereitungen für unsere Abreise sind getroffen, aber was noch fehlt ist ein echter Urlaubstag am Strand, nachdem der eine Versuch leider nicht geklappt hat. Das Wetter ist gut gemeldet, also versuchen wir es noch einmal, vielleicht können eir ja sogar noch einen kleinen Sonnenbrand mit ins Gepäck nach Hause nehmen.

Wir starten früh, holen aber zuerst unsere Zugtickets für den Flughafen Express ab. Um halb 9 geht es dann auf in Richtung Meer. Mitten in der Rushhour, zum Glück war der Zug nur kurz sehr stark gefüllt. Dann steigen wir einmal um und erreichen nach insgesamt 1.5 Stunden unser Ziel. Zushi Hayama Bahnhof. Dort erstmal einen Kaffee holen, und leckeres Bananenbrot. In einem süßen kleinen Café mit sehr netten Besitzern, während wir dort waren wurde sogar noch frisch Kaffee geröstet.

Die Anzeige auf welcher Seite die Türen der Bahn öffnen.
Beim Briefmarken kaufen gab es auch „Achtung zerbrechlich“- Aufkleber. Natürlich ganz japanisch mit süßen Figuren.

Dann ging es weiter durch die kleinen Gassen des Dorfs am Strand hin zum Wasser. Endlich ein richtiger Strand! Hier waren sogar Leute am Windsurfen. Und ein paar Spaziergänger gab es auch. Für unter der Woche vormittags war das ganz okay. Wir spazierten in der Sonne am Strand entlang, hin zum Segler Hafen und auf den Wellenbrecher Damm. Etwas durchs Dorf und mit kurzem Zwischenstopp im Konbini erreichen wir den nächsten Strand, hier können wir sogar etwas die Füße ins Wasser halten. Mit Blick auf die Insel Enoshima, die wir beim letzten mal besuchten. Am Horizont könnte man eigentlich den Fuji sehen, leider sind die Wolken dafür etwas zu dicht.

Die kleine Insel links neben dem Festland ist Enoshima, dahinter könnte man bei wolkenlosem Himmel den Fuji sehen

Am Ende des Strands stand dann ganz klischeehaft ein kleiner Tempel. Sehr idyllisch, vor allem gab es hinter dem Tempel einen direkten Zugang zum Meer und das Tor im Wasser schien auch zum Tempel zu gehören.

Ein bisschen die Stille genießen und dann war es auch schon wieder Zeit in die Großstadt zurückzukehren. Immerhin wollten wir noch Abend Essen und gemütlich den Urlaub ausklingen lassen.

Das war auch solange der Plan bis wir am Bahnhof Tokio ankommen und spontan entscheiden hier auszusteigen. Noch ein paar Meter gehen und uns umschauen. Wir stolpern mal wieder ziemlich zufällig (weil uns einfällt, dass das hier irgendwo sein muss) in die Character Street. Eine natürlich unterirdisch liegende Einkaufsstraße in einem Einkaufszentrum in welchem sich alles um Charaktere aus verschiedene Filmen, Serien und ähnlichem dreht. Wir besuchen also den Pokemon Store (und kaufen eine Sonderedition die es nur hier gibt), den Ghibli Store, den Harry Potter Shop und den Lego Shop. Zum Glück kaufen wir nicht überall etwas, ist dann doch relativ teuer alles … .

Von der Character Street geht es in die Ramen Street. Angeblich muss man das gesehen haben, denn hier ist der Name Programm. Ein Ramen Laden am nächsten. Wir waren aber nicht übermäßig begeistert, kann man machen muss man nicht. Sieht auch nicht sonderlich spektakulär aus. Wir essen ganz leckere aber auch nicht außergewöhnliche Ramen. Aber wir sind zumindest gestärkt.

Dann irren wir noch einmal quer durch die Tokio Station (und bezahlen dafür auch noch 150 Yen, für rein und auf der anderen Seite wieder raus) um uns am anderen Ende des Bahnhofs unseren Stempel abzuholen. Die Bahn bringt uns dann quasi zum nächsten Stempel an unserem Heimatbahnhof Ueno Station. Auch hier leichte Verwirrung und Suche bis der Stempel gefunden ist, aber das Stempelbuch wird dafür immer schöner.

Nach den dann 18.000 Schritten erreichen wir das Hotel. Kurz Füße hoch und Koffer packen und dann nochmal los! Wir wollen heute grillen und vorher soll es nochmal Postkarten geben. Die sind in Japan leider echt schwer zu finden, denn die Japaner schreiben keine Postkarten und wir haben es gestern an den Touristenattraktion leider verpasst welche mitzunehmen. Also von Laden zu Laden, aber selbst im Schreibwarenladen gibt es nicht eine schöne verschickbare Karte, abgesehen von Hochzeits oder Geburtstagskarten. Also suchen wir uns etwas enttäuschend lieber ein Lokal, denn mittlerweile ist es auch 20:30. Wir kehren in einem Yakiniku Lokal ein und bestellen noch ein letztes Mal Wagyu. Dazu verschiedene Gemüse, verschieden Kimchi und Bimbimpap Nudeln. Ganz wichtig dazu, der Ginger Highball, Ginger Ale mit Whisky. Unser absolutes Lieblingsgetränk hier. Das selbst gegrillte Essen schmeckt wieder hervorragend und wir können Japan nochmal genießen.

Als alles aufgegessen war und ich noch schnell Bargeld geholt hatte, den im Lokal war leider nur Barzahlung möglich machten wir uns mit dem Wechselgeld und unseren zusammen gesuchten 100 Yen Stücken auf ins nächste Spieleparadies. Diesmal stand der Spaß im Vordergrund! D.h. wir waren einfach nicht so erfolgreich, irgendwie auch zum Glück, die Koffer sind ja voll. Als das Kleingeld (und das neu gewechselte Kleingeld) aufgebraucht war ging es mit kurzem, letzten Zwischenstopp im Konbini zurück ins Hotel und ins Bett. So endet der letzte Abend in Japan. Schade, dass es schon vorbei ist, aber ein halber Tag morgen bleibt uns noch😊

0910 im kaufrausch 2

Wieder Regen in Tokio, wieder gibt es trotzdem genug zu tun. Der morgen startet relativ entspannt, und mit der Bahn nach Tokio Station. Ein riesen Bahnhof. Wir sind auf der Suche nach einem bestimmten Standard Laden, den wir bereits in Kanazawa gesehen haben und ein paar Sachen mitnehmen möchten. Wie wir es gewohnt sind geht es im Erdgeschoss aus dem Bahnhof raus, der Laden ist immerhin ein gutes Stück weiter auf Google Maps eingezeichnet. Im Endeffekt überqueren wir zwei Kreuzungen die größer sind als alle die es in Aschaffenburg gibt und stehen dann nach etwas Suche vor einer Treppe ins Untergeschoss. Denn da unten befindet sich das, direkt an den Bahnhof angrenzende Einkaufszentrum. Hier finden wir auch den passenden Laden und ungefähr 200 weitere Geschäfte. Wir kaufen zuerst Stäbchen bis wir über einen ganze besonderen Laden stolpern. Wir haben uns die Produkte schon ein paar Mal angeschaut, gibt es auch in Deutschland, aber nicht so wie hier. Sie sind viel leichter und bequemer und die absolute Besonderheit ist, man kann sie in 30 Minuten abholen. Aber mehr wird nicht verraten. In der Wartezeit gibt es für uns Mittagessen. Curry, Reis und Omlette, ein klassisches Mittagessen hier.

Der Tag geht dann relativ entspannt weiter, wir holen uns einen Kaffee, stolpern dann über einen Buchladen, und kaufen noch ein paar Notizbücher (heute wird überraschend viel gestolpert 😂).

Die Bahn bringt uns dann nach Asakusa (gesprochen: Asaksa). In diesem Viertel begann unser letzter Japan Urlaub, also nochmal ein bisschen in Erinnerungen schwelgen und die Touristenmassen zum bekannten Schrein betrachten. Wir gehen die Einkaufsstraße nur kurz ab und biegen dann in ruhigere Seitengassen ab. Wir finden – mal wieder – einen Uniqlo und müssen zwei der Sonderedition die es für jeden Stadtteil gibt mitnehmen. Auch Souvenirs werden gekauft.

Direkt an Asakusa anschließend befindet sich das Küchenutensilien Viertel. Hier gibt es vom Essstäbchen, über das Nudelsieb bis zum teuren Messer alles. Wir stöbern nur, Stäbchen haben wir bereits und alle anderen Sachen würden etwas mehr Zeit rund Ruhe bei der Auswahl beanspruchen. Schöne Schalen haben wir zudem schon aus dem letzten Urlaub.

Wir machen uns auf den Weg in Richtung Hotel. Etwas entkräftet mit kurzem Zwischenstopp in einer japanischen Burgerkette, ich habe eine Burger mit Würstchen, Kraut und einer Art Bratensoße… Spannend. Während wir da sitzen können wir auch direkt die Rückreise planen. So buchen wir Tickets für den Skyliner, einen Zug zwischen Tokio und Narita Airport (das Geld für das private Taxi geben wir lieber für Souvenirs aus) und checken für unsere Flüge ein, das klappt alles problemlos. Leider gehts in zwei Tagen schon zurück!

Das erinnert uns an das Kofferproblem! Wir bekommen die ganzen Sachen niemals in unsere Koffer, also wird bei der Airline ein Extragepäckstück gebucht und auf den Rückweg zum Hotel ein Koffer gekauft. Wir nehmen einen großen, sicher ist sicher (und gar nicht teuer, der Hartschalenkoffer, nur „leicht“ wacklig kostet 37.5€). Das zeigt sich als weise Entscheidung, dazu gleich mehr.

Nach etwas Siesta im Hotel geht es nochmal raus zum Essen. Wir landen relativ spontan in einem Ramen Laden aber chinesischer Art. Hier kann man sich seine Nudelart selbst aussuchen. Dann bekommt man scheinbar immer eine Nudel die nur unterschiedlich lang und dick ist.

Wir essen auf und dann geht es nochmal eine kleine Runde um den Block. Leider ziehen und die bunten Lichter so an, dass wir nochmal ein paar Automatenspiele versuchen müssen. Und diesmal gewinnen wir doch tatsächlich auch noch! Und zwar eine bestimmt 50 cm große Plüsch Figur aus Super Mario. Welch Freude und zum Glück war der große Koffer schon gekauft! Aber natürlich haben die Japaner auch hierfür eine kluge Lösung. Im Laden gibt es eine Maschine zum Einvakuumieren. Also Plüschtier rein in die Tüte und dann ins Gerät, 300 Yen dazu, Knopf gedrückt und Zack ist die Luft raus und das ganze Tier nur noch ein Bruchteil von dem was es mal was. So passt es ganz locker in den Koffer.

Später im Hotel merken wir das war wichtig, denn der dritte Koffer wird auch so schnell voll und hat grob gepackt bereits 18 Kilo… Also morgen wird weniger geshoppt! Vermutlich gar nicht, denn es soll nochmal einen Tagesausflug an den Strand geben, das Wetter ist etwas besser gemeldet.

0810 im kaufrausch

Der heutige Tag startet spät, denn es ist Regen gemeldet und zur Abwechslung stimmt der Wetterbericht mal (zumindest am Morgen). Also schleppen wir unsere müden Beine erstmal ein paar Häuser weiter zum frühstücken. Es gab traditionelles japanisches Frühstück (zumindest für einen von uns). Lecker, aber gewöhnungsbedürftig und ein paar Sachen haben ich dann doch auch nicht runter bekommen (z.B. das Natto, gekochte und dann fermentierte Sojabohnen).

Dann sollte es zum shoppen gehen. Zuerst zu Uniqlo, wo ich merkte, dass ich einen perfekt japanisches Körper habe. Zumindest an den Beinen, Jacken sind mir leider zu kurz. Aber so gab es immerhin 3 Hosen und 3 Pullis. Ein erfolgreicher Vormittag.

Natürlich gibt es in der Umkleide tatami Boden und man muss die Schuhe ausziehen.

Die Sachen dann schnell im Hotel ablegen und dann weiter nach Akihabara, nochmal volle breitseite Tokio. Alles bunt, alles blinkt, überall Geräusche und das auch bei Regen. Wir stöbern in dem ein oder anderen Laden und gehen dann erstmal Essen. Was uns noch fehlt in Japan ist eine Sushi Kette. Den hier kommt das Sushi auf einem Band direkt an den Tisch gefahren, immer in handlichen kleinen Portionen. Wir bestellen wie immer die merkwürdig Kombination wie Lachs, Camembert und Basilikum, aber auch die Klassiker Lachs und Thunfisch. Alle hervorragend und am Schluss bezahlen wir 22 Euro und sind satt bis oben hin (waren auch nur 15 von den Tellern oder so).

Nächster Stopp dann ein Buchladen, das letzte mal hatte ich Notizbücher gesehen und die mussten jetzt gesucht werden! Zum Glück nicht nur gesucht, sondern auch gefunden und gekauft. Für die Arbeit sind die perfekt. Hier noch eine Auswahl an Notizbüchern die wir nicht gekauft haben.

Dann wird der Regen etwas stärker und wir flüchten uns erst in einen Second Hand Laden, der leider recht schlecht sortiert war und dann in Starbucks. Das ist hier viel günstiger als Zuhause und auch immer voll, die Japaner stehen auf Starbucks (am morgen haben wir uns hier auch noch kleine Souvenirs mitgenommen).

Als es langsam dunkel wird geht es weiter, erst zu einem Spieleparadies, mit Greifautomat und allen möglichen Spielen. Ein bisschen was probieren wir aus, gewinnen etwas und verlieren etwas Geld. Am Ende durften wir sogar kurz Zug fahren, natürlich virtuell.

Der Laden direkt daneben war ein Don Quijote. Hier auch absoluter Standard und man kann als Tourist steuerfrei einkaufen. Vor allem die bekannten Songs des Ladens machen gute Laune (hier der aktuelle Werbe-Song mit Bruno Mars, siehe  unten) Wir kaufen Souvenirs, Süßigkeiten, Lebensmittel und alles was uns sonst noch unter kommt. Verpackt wird alles in den nahezu ikonischen Duty Free Beuteln die erst außerhalb von Japan geöffnet werden dürfen. Also alles brav in den Koffer (den wir noch kaufen müssen, denn unsere platzen aus allen Nähten).

Der Regen bleibt, obwohl uns eigentlich langsam Trockenheit versprochen wurde, also treten wir den Rückweg ins Hotel an, einmal Einkäufe ablegen und dann noch Essen gehen. In der direkten Nachbarschaft in ueno geht es dann in eine Kneipe, nach außen offen mit Vorzelten gegen den Regen. Normalerweise würde man hier nur gut durchgebratenes bestellen, aber wir sind ja in Japan und die Qualität der Speisen ist überall toll. Also gibts Sashimi, rohen Fisch. Die Platte enthält Thunfisch und zwei weitere Fischarten die wir nicht identifizieren können. Dazu gibt es eine große Portion Tempura, denn hierfür ist der Laden ebenfalls bekannt. Sehr lecker! Wir essen hier wirklich königlich die ganze Zeit. Mit Bier, Highball und Sake bezahlen wir am Schluss ungefähr 5500 Yen also 35 Euro.

Dann geht es Richtung Bett. Für mich mit kurzem Umweg und kleiner Runde durchs Viertel, die Mischung aus Regen und Lichtern muss nochmal fotografisch festgehalten werden. Aber leider wird der Regen nach 20 Minuten stärker und ich bekomme Schirm halten und Kamera auslösen nur bedingt gut mit zwei Händen erledigt. Also wieder zurück, aber ein paar gute Bilder sind entstanden. Dann endlich die wohlverdiente Nachtruhe. Morgen muss immerhin auch noch geshoppt werden 😁

0710 fuji, fuji und nochmal fuji

Ein großer Tag steht vor der Tür! Die Wetter App und Fuji Internetseite sagen heute ist der Fuji zu sehen (bei Interesse: fuji-san.info). Also buchen wir gestern Abend noch eine Bus, für 7:05. Heute morgen ging der Wecker dann um 5, denn wir mussten noch 35 Minuten mit der Bahn einmal quer durch Tokio, bis wir am Shinjuku Highway Bus Terminal ankommen. Das befindet sich, wo auch sonst, im vierten Stock.

Hier geht es zu wie im Taubenschlag, 15 Gates, alle 5 Minuten fahren 5 Busse ab und unserer zum Glück auch. Wir fahren über die Autobahn in Richtung Kawaguchiko, nahe am Kawaguchi-See. Nach ca 2 Stunden erreichen wir unser Ziel und schon auf der Fahrt erhaschen wir einen ersten Blick auf den höchsten Berg Japans.

Am Bahnhof angekommen geht es dann zur bekannten Chureito Pagode, wo wir – wie alle Touris – natürlich ein Bild mit Pagode und Fuji machen wollten. Also in die Regionalbahn, mit sehr witzigen Motiven und dann den Berg hoch, oben wackelten unsere Beine ganz schön. Der Fuji zeigte sich dann leicht schüchtern, ein paar schöne Bilder sollten aber trotzdem möglich gewesen sein (eben jene Bilder die ein früheres Hochladen des Blogs verhinderten).

Wir genossen oben ein bisschen den Ausblick und schlenderten dann zurück ins Tal. Mit der Thomas die Lokomotive Bahn ging es dann zurück nach Kawaguchiko, wir wollten noch runter ans Wasser. Das Wetter war mittlerweile (wie eigentlich den ganzen Vormittag) traumhaft und bei 30 Grad war der Weg zum See schnell geschafft. Auch wenn wir zwischendurch zweimal für Fuji T-Shirts halten mussten.

Am See bedauerten wir etwas, nicht hier unseren Strandtag gemacht zu haben. Das traumhafte Wetter und die Bergsee Kulisse luden richtig zum Verweilen ein. (Da haben wir glatt vergessen mehr Bilder zu machen dann müssen die hier reichen 😁).

Nach einem kleinen Spaziergang durch den Park und noch ein paar Bilder des Fujis sollte aber unser Bus schon wieder zurückgehen nach Shinjuku. Also zurück Richtung Busbahnhof und noch ein kleines Andenken mit Blick auf den Fuji gekauft.

Der Bus brachte uns durch die Rushhour mit einiger Verspätung und etwas Bauchschmerzen (im Doppeldecker oben kann es ganz schön wackeln) zurück ins Stadtleben. Der Hunger war auch schon etwas vorhanden und so ging es nur kurz durch Shinjuku und dann zum Yakitori Essen. Fleisch am Stiel, über offenem Feuer gebraten. Typisch Japanisch und sehr lecker. Der ausgesuchte Laden befand sich natürlich im fensterlosen Untergeschoss, war aber trotzdem super bewertet und komplett voll. Wir bekamen noch einen Tisch für zwei und konnten direkt anfangen Speisen am Tisch übers Tablet zu bestellen. Wir orderten einmal quer beet die Speisekarte durch um auch wirklich satt zu werden, war immerhin ein anstrengender Tag. Alles war super lecker und sehr satt verließen wir am Schluss den Laden.

Ein paar kleine Shopping Stopps später (gekauft wird aber erst morgen) geht es dann zurück ins Hotel, die Beine werden schwer.

Müde fallen wir ins Bett und träumen vom wohl schönsten Berg der Welt 🗻.

0610 die letzte Reise

Heute steht der letzte große innerjapanische Reisetag auf dem Programm. Also mal wieder Koffer packen und das schöne und vor allem große Zimmer in Kanazawa hinter uns lassen.

Alles in allem war Kanazawa wirklich schön und gerade die Leute haben es besonders gemacht. Die Sehenswürdigkeiten sind eher weniger spektakulär, das Wetter war durchwachsen und auch der Strand konnte uns nicht überzeugen. Für unseren zweiten Japan-Trip war es passend, wir haben mal eine etwas andere Seite von Japan gesehen und in den „Kleinstädten“ (Kanazawa hat 460.000 Einwohner) werden Touristen doch noch anders begrüßt. Zudem war der Kenroku-En ein echtes Highlight, bei Tag und bei Nacht.

Jetzt stand aber wieder mal die Shinkansen Fahrt vor der Tür. Eine echte Freude hier Bahn zu fahren. Man checkt nicht mal ob der Zug kommt oder pünktlich ist, das ist er einfach. Also am Bahnhof wieder mit Bento Box und sonstigem Essen eingedeckt und schon kanns losgehen.

Der Shinkansen fährt uns erst an der Küste entlang, ehe er dann ins Landesinnere einbiegt. An Nagano vorbei und durch die japanische Schweiz. Auch sehr schön! Und eigentlich auch einen Stopp wert, leider geben das die verbleibenden Reisetage nicht mehr her – müssen wir also nochmal wiederkommen 😁.

Wir erreichen Tokio Ueno nach gut 2,5 Stunden sehr entspannter Fahrt. Von dort sind wir in 10 Minuten am Hotel. Zwar mitten durch ein Ausgehviertel aber so soll es ja sein – Mittendrin statt nur dabei.

Also Koffer ablegen und wieder los, direkt vor unserer Tür findet ein 3vs3 Basketballspiel einer StreetBasketball Liga statt. Wie gefesselt müssen wir uns ein Spiel anschauen, spannend, schnell, attraktiv, da wird einem richtig was geboten. Dazu laute Musik, hier versammelt sich eine coole Basketball Szene aus Tokio.

Wie können uns dann doch losreißen und schlendern weiter durch unsere Viertel. Hier passiert richtig was, anders als die letzten Tage ist hier alles bunt, laut und schrill. Ich finds super. Also bisschen stöbern und dann treibt uns der Hunger in einen Ramen Laden. Heute gibt es Miso Ramen.

Dann noch shoppen, wir besuchen einen second hand laden, leider war der in Kyoto besser sortiert sodass wir nichts finden. Gleiches gilt für den Uniqlo Store in welchem wir uns T-Shirts besticken lassen wollen. Die sind aber leider erst nach einer Woche abholbereit, also etwas zu spät. Wir versuchen noch einen anderen Store, aber hier gibt es das besticken gar nicht. Schade! Aber wir finden bestimmt anderes.

Dann ruft auch schon das Bett, denn am nächsten Tag soll der Wecker bereits um 5 Uhr klingeln, dazu aber morgen mehr.

(Anmerkung der Redaktion: die zeitliche Verzögerung bitte ich zu entschuldigen, mein Internet war ausgelastet. Das Handy hat nebenbei ca. 2000 Bilder sichern müssen. Ab jetzt hoffentlich wieder pünktlich.)

0510 ein tag, ein halber tag, ein paar stunden am strand

Ein Samstag sollte es einen Tag an den Strand gehen, immerhin liegt Kanazawa nah am Meer. Also ging es los in Richtung Bahnhof, vorher gab es noch einen kleinen Snack und wir stolperten in einen Papierladen mit Origamipapier, und sehr schönen Karten.

Dann ab in die Bahn, auch wenn das Wetter nicht wirklich für einen Strandtag einlud, dachten wir zumindest ein halber Tag wäre möglich. Nach 30 Minuten war die Endhaltestelle erreicht und nochmal 25 zu Fuß und schon war der Strand in Sicht. Mit kleiner Überraschung. Hier erinnert gar nichts an Strände wie wir sie kennen (keine Ahnung ob das nur bei dem so ist oder überall) aber es gibt weder eine Promenade – sondern eine Autobahn – noch einen Strand zum hinsetzen. Stattdessen fuhren hier immer wieder Autos am Strand entlang oder Leute machten in ihren Autos Pause mit Blick auf den Strand.

Trotzdem machten wir uns dann halt nur zwei schöne Stunden und entspannten trotz bewölktem Wetter am Strand. Erst der leicht einsetzende kurze Nieselregen vertrieb uns. Auf dem Rückweg zur Bahn hüpften wir noch in einen richtigen Supermarkt, unfassbar günstig und mit allerlei Besonderheiten.

Nach ein paar Einkäufen brachte uns die Bahn zurück in die Stadt. Durch holten wir uns noch einen Stempel an der Bahnstation ab und ein Eis im nächsten Mini Supermarkt um uns dann im Hotel frisch zu machen.

Der Abend hielt dann mal wieder leckeres Essen für uns bereit. Shabu shabu. Typisch japanisch und sehr lecker. Hierbei wir Fleisch oder Gemüse in einen Topf mit heißem wasser gegart und dann mit Soße gegessen. Vor allem das Wagyu Fleisch überzeugte uns. Am Ende gab es noch einen Schnaps, auch der war sehr lecker.

Auf dem Nachhauseweg wurde dann (schon wieder 😱) ein Eis geholt. Das wohl beste was es gibt. Creme brulee Eis. Um auf den nächsten Reisetag gut vorbereitet zu sein ging es dann früh ins Bett.

0410 kanazawa

Der Tag startet regnerisch, zum Glück verleiht das Hotel Regenschirme. Wir machen uns auf den Weg ins historische Viertel hier in Kanazawa, sehr schön, auch im Hellen.

Dort kehren wir auf Grund des Regens erstmal in ein Café ein. Sehr schön und die „japanischen“ Pfannkuchen waren auch lecker.

Zum Glück endet der Regen dann und wir schlendern noch etwas durch das alte Viertel, Schreine und genießen eine original Brezel (leider nicht so gut wie bei uns).

Dann erreichen wir einen der schönsten Parks in Japan. Sogar bei schlechtem Wetter kann er überzeugen. Und der anschließende Burgpark ebenfalls.

Im Burgpark kehrten wir ins sehr moderne Resthouse ein. Ein Tee und etwas Süßes waren genau richtig als der Regen wieder startete.

Dann zurück ins Hotel um etwas die Füße hochzulegen. Abends sollte es etwas zu Essen sein und dann noch das Laternen-Fest genießen. Wir kehrten bei Kitchen Hana ein, laut Aushang gibts hier authentisches japanisches Essen. So schmeckte es auch! Ein Set mit Makrele gab es für mich und das andere ist ein Set mit Hähnchen und Augbergine.

Das gab es noch extra, Augbergine, Speck mit Tomatensoße und Käse

Nach dem Spaziergang durch den Garten endete der Abend dann. Etwas entspannter aber ebenfalls mit 18000 Schritten und ca. 13.5 km.

0310 japan

Den 3.10 starten wir ganz gemütlich, es ist heute den ganzen Tag, vor allem am Nachmittag Regen gemeldet. Gestern hat uns ein älterer Herr im Tourismus Zentrum hierfür ein Museum für traditionelle japanische Kunst empfohlen. Wir Bevorzugen erstmal ein Museum für moderne zeitgenössische Kunst, auch Einkaufszentrum genannt. Leider finden wir hier nicht so wirklich was wir suchen, das Bummeln macht aber trotzdem Spaß und entspannt etwas. Hauptsächlich zu meinem Vergnügen finden wir ein Pokémon Center, aus dem Spiel meiner Kindheit, da muss ich natürlich rein und auch ein paar Kleinigkeiten mitnehmen (auch wenn ich ewig brauche mich zu entscheiden).

Dann gibt es lecker Mittagessen im Einkaufszentrum, der Food Court hat reichlich Auswahl, wir entscheiden uns wieder für Rahmen, von denen kann man einfach nicht genug bekommen.

Nach dem Essen wir noch etwas geschlendert und für unsere Weiterfahrt nach Tokio im direkt sm Einkaufszentrum angrenzenden Bahnhof die Tickets gekauft (leider mit 30 Minuten Wartezeit, da war sehr viel los). Tickets gab es aber problemlos, kosten für die 3 Stunden Shinkansen Fahrt 85 Euro pro Person.

So erfolgreich ging es dann auf dem Rückweg Richtung Hotel noch auf den Markt. Durch die Nähe zum Meer gab es es hier allerlei Fisch, aber auch Gemüse und verschiedenes an Fleisch. Einiges wollte man nicht unbedingt probieren, anderes schon ganz gerne, wir waren aber noch gesättigt von den Ramen. Also nur einmal durch schlendern (der Markt ist hier komplett überdacht).

Als genug geschlendert war für heute ging es zurück ins Hotel, mit kleinem Stückchen Kuchen. Kanazawa soll für uns ja auch etwas entspannter werden also machen wir erstmal einen kurzen Mittagsschlaf. Um dann noch etwas von der Stadt zu erleben ging es gegen 18:30 nochmal raus in den Regen.

Zuerst in Richtung Higashi Chaya District, der nach einem schönen alten Viertel aussah. Das ist er auch aber um diese Uhrzeit leider bereits wie ausgestorben. Also ab in den Bus, bei dem wir nicht genau wussten wie man ihn benutzt, man muss scheinbar ein Ticket beim Eintreten ziehen, haben wir nicht gemacht, aber der sehr nette Busfahrer half uns natürlich. So erreichten wir das wirkliche Ausgehviertel. Hier gab es reichlich Auswahl, die dann auch schon fast wieder überfordernd war.

Aber wir landeten einen echten Glückstreffer! Ein kleines Lokal in einer Seitenstraße, wieder von Google Maps empfohlen. Wir wurden direkt herzlich von der Besitzerin empfangen und auf Englisch begrüßt. Auch wenn sie keine englischen Speisekarte hatten und google Übersetzer mit der handgeschriebenen, japanischen Karte seine Schwierigkeiten hatte, wurden wir fündig und ich durfte sogar etwas für mich ganz neues probieren. Eingelegte Garnelen die im Ganzen! gegessen werden. Lecker, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig.

Über den Abend hinweg wurden wir richtig in die Gespräche des Lokals mit einbezogen. Der Laden fasste gerade einmal 8 Personen, die typisch japanisch um die Bar/Küche saßen. Das Besitzer Ehepaar war ebenfalls sehr kommunikativ, sodass wir uns über alles mögliche unterhielten und noch Tipps für Kanazawa erhielten. Zudem konnten wir verschiedene Leckereien und einen echt guten Sake probieren. Irgendwann setzte sich dann ein Mann in unserem Alter zu uns, vielleicht etwas jünger, der englisch lernen wollte. Auch wenn wir da vielleicht die falschen Ansprechpartner waren versuchten wir uns mit Google Übersetzer und Händen und Füßen an einem Gespräch.

Auf unserer anderen Seite saß derweil eine Kimono Künstlerin, die mit ihrer Tochter die Kneipe besuchte. Vor allem die Tochter sprach gutes Englisch, sodass sie immer wieder als Dolmetscherin einspringen musste. Insgesamt ein gelungener Abend, der sogar mit einem Foto von der gesammelten Kneipe endete.

0210 vom sonnenschein zum regenschauer

Der 02.10 bedeutet die Abreise aus Kyoto. Sehr sehr schade, denn heute scheint hier die Sonne und es sind 30 Grad gemeldet. Trotzdem verlassen wir eine der wahrscheinlich schönsten Städte der Erde und reisen zuerst zum Bahnhof. Denn alle unsere Reisetage folgen einem klaren Muster.

  1. Check-out: wie immer problemlos, Schlüsselkarte in die Box und los geht’s
  2. Fahrt zum Shinkansen Bahnhof. Mit der S- oder U-Bahn geht es zum Bahnhof. Ebenfalls, wenn man sich an die Aufzüge hält und etwas Zeit einplant kein Problem (vor allem um halb 10 wenn die Rush Hour vorbei ist)
  3. Am Bahnhof angekommen ein kurzer Check wo die eigentlich Bahn abfährt.
  4. Dann geht’s zum Frühstück, einen Kleinigkeit zur Stärkung muss sein.
  5. BENTO-Box. Das wohl wichtigste für eine Reise in Japan, die Bento Box. Alle größeren Bahnhöfe haben ein Einkaufszentrum direkt angeschlossen. In diesem kann von Parfüm über Klamotten und normalen Lebensmittel alles gekauft werden und eben auch die praktischen Lunchboxen zum mitnehmen. Ob warm oder kalt und unterschiedlichst gefüllt ganz nach Geschmack. Preislich zwischen 5 und 15 Euro. Das muss für die Fahrt sein.
  6. Der richtige Platz. Der Weg zum Bahnsteig ist gerade bei Shinkansen gut ausgeschildert und einfach zu finden. Also hin da und den richtigen Platz am Bahnsteig finden. Denn hier bekommt man vorher seine Wagennummer gesagt und auf dem Bahnsteig ist jeder Wagen ausgeschildert. Wenn man richtig steht hält der eigene Sitzplatz direkt vor der Nase. Umgekehrte Wagenreihung oder halbe Züge gibt es hier nicht.

Deshalb war unsere Fahrt wie immer sehr entspannt. So blieb Zeit die ein oder andere Bento Box und dazugehörige Snacks zu verdrücken. Natürlich haben wir unseren Hunger etwas überschätzt weil alles so lecker aussah.

In Tsugara mussten wir dann umsteigen. Durch die leichte Verspätung (3 Minuten) des ersten Zuges wurde es etwas knapp. So eilten wir durch den Bahnhof (ein Teil von uns stürzte noch fast über seinen dann doch etwas schweren Koffer) und erreichten den Zug dafür aber sehr entspannt. Die Plätze waren wie immer geräumig und bequem und wir nutzen die Zeit um für die Zuhausegebliebenen Postkarten zu schreiben (ich entschuldige mich bereits für die Schrift, der Zug hat gewackelt).

Postkarten Beweisfoto! Sie wurden geschrieben!

Kanazawa erreichten wir dann erholt und mit einigen erledigten Dingen. Uns wehte am Bahnhof direkt eine Meeresbrise entgegen und die 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit aus Kyoto waren auch verflogen. Deshalb erstmal ins Jäckchen schlüpfen, welches wir in Kyoto noch als unnötigen Ballast ausmachten.

Im Hotel konnten wir noch nicht einchecken, also ging es noch eine Stunde um den Block. Wir entdeckten die nahegelegenen Schreine und den Ausläufer der Burgparks, ebenfalls mit Schrein. Hier gab es einen Talisman für jedes Problem und wir mussten bei dem ein oder anderen zuschlagen.

Dann war die Zeit gekommen und wir durften ins Zimmer, das ließen wir uns nicht zweimal sagen und versuchten uns an einem kurzen Mittagsschlaf. Gelang uns hervorragend. Denn das Zimmer ist im Gegensatz zu Kyoto sehr geräumig und wirklich luxuriös.

Gut ausgeschlafen ging es dann nochmal nach draußen. Das Wetter begrüßte uns mit etwas Nieselregen und die angesteuerte Essensstraße hatte um 18 Uhr bereits geschlossen. Also noch ein bisschen die Füße vertreten, Blick in das ein oder andere Einkaufszentrum. Hier gab es sogar klassisch deutsche Literatur im Second Hand Laden.

Dann auf zu einem Lokal welches wir vorher online gefunden hatten. Joining in Kanazawa. Hier begrüßte uns der Wirt sehr freundlich in seinem kleinen Laden und am Nachbartisch (bei zwei Tischen im Lokal) feierten Japaner einen Geburtstag. Dabei waren die sonst so ruhigen Zeitgenossen überraschend laut, was der Wirt direkt kommentieren musste. Für uns gab es dann westliche Küche japanisch interpretiert. Alles sehr lecker! Vor allem als wir nach einer Empfehlung für noch einen kleinen Snack fragten und dann Pasta Napolitan empfohlen bekamen waren wir überrascht. Gerechnet hatten wir mit Nudeln mit italienischer Tomatensoße, wir bekamen aber ein „typisch“ japanisches Gericht. Spaghetti mit Ketchup, Speck, Zwiebeln und Paprika. Highlight waren zudem die French Fries carbonara. Kartoffelecken mit gefühlt echter Carbonara Soße! Sehr lecker.

Nach dem Essen und den dazu passenden Highballs ging es zurück ins Hotel, mit Zwischenstopp für Getränke und Snacks im Family Mart. So endet mal wieder ein Reisetag. Mal sehen was Kanazawa morgen so zu bieten hat (ich darf vorwegnehmen: Regen)

0110 ein letzter tag in kyoto

Der letzte Tag in Kyoto beginnt entspannt. Gestern steckt und noch etwas in den Knochen also wird heute später aufgestanden und dann erstmal gefrühstückt. Sehr lecker, typisch japanisch, auch wenn man sich das irgendwie so nicht vorstellt. Die Japaner sind große Bäcker und überall gibt es Backwaren zu kaufen, oft kombiniert mit westlichen Einflüssen (Pizza Belag, Wiener Würstchen eingebacken). Wir entschieden uns für Kaffee und Frühstück spezial.

Dann ging es in Richtung Kifune, einem Schrein am Berg. Nach halbstündiger Fahrt mit einer sehr schönen Regionalbahn, wir ergatterten sogar Plätze mit Blick nach draußen, also die Plätze waren parallel zur Fahrtrichtung und man schaute direkt nach draußen. Bei wunderschönem Wetter wanderten wir 20 Minuten den Berg hinauf um dann festzustellen, dass sich hier schon alles auf dem Weg in den Winterschlaf befindet. Die eigentlich sehr schönen Kaffees auf dem Bach waren bereits abgebaut und auch die dazugehörigen Kaffee und Restaurants waren geschlossen. Im ganzen Dorf hatten vielleicht 2 Lokale geöffnet und wurden von den doch zahlreich erscheinenden Touristen nahezu überrannt. Warum alles geschlossen war, war für uns unklar und sehr schade. Wir schauten uns kurz noch den ebenfalls sehr touristischen Schrein an und machten uns dann auf den Weg zurück. Immerhin war das Wetter weiterhin traumhaft und in den Bergen auch von den Temperaturen aushaltbar.

Mit der Bahn ging es zurück und dann noch zu einem Tempel den wir mehr zufällig noch mitnehmen wollten weil er in der Nähe unseres Hotels lag. Ein echter Volltreffer! Großes Tempelgelände, kaum Touristen und dazu noch ein wunderschöner Tempelgarten. Wir verbrachten also bestimmt eine Stunde in dem Garten und genossen die Ruhe, die Sonne und den super japanischen Garten.

Die Füße wurden langsam wieder müde also ging es zurück ins Hotel. Nach ein paar Minuten mit geschlossenen Augen wollten wir unseren letzten Abend in Kyoto aber nochmal genießen. Zuerst ging es in Richtung Essen, wir wollten heute selbst grillen. Und nach zwei Läden die leider voll oder sehr teuer waren kamen wir in einem – zwar vom Tourismus geprägten – aber sehr gut bewerteten und sehr lecker aussehenden Laden an. Für uns gab es erst die Auswahl eingelegter Gemüse (Kimchi), mit Kohl, Gurke und etwas wo wir nicht genau wissen was es war. Vor allem die Gurke überzeugte uns und wurde auch nochmal nachbestellt. Dazu gab es würzige kalte Nudeln als Beilage und Gemüse für auf den Grill. Das Highlight war natürlich das Wagyu, wir bestellten erstmal für eine Person was uns letztendlich auch absolut reichte. Sehr sehr lecker das ganze, sehr saftig und zart und selbst gegrillt natürlich nochmal besonders.

Das Essen hinter uns gelassen, schlenderten wir noch etwas durch die Einkaufsstraßen von Kyoto. Immer ein besonderer, bunt strahlender Anblick. Den Abend ließen wir dann in der Rooftop Bar von vor ein paar Tagen ausklingen, diesmal mit einem Drink mehr und dazu noch einem besonderen. Für mich gab es Sake Fizz, ein Drink aus Sake, Zitronensaft, Zucker und Soda. Wahrscheinlich nicht klassisch japanisch, aber sehr lecker! So kann kann man den letzten Abend in Kyoto doch ausklingen lassen und sich standesgemäß von einer wundervollen Stadt verabschieden.

Sake Fizz

3009 plattfüße zum geburtstag

Der Montag morgen startet wieder früh, denn es steht großes vor der Tür. Kobe ruft. Denn die Entscheidung für den heutigen Tagesausflug ist gegen Osaka (da waren wir letztes mal) und für Kobe gefallen. Also früh los zur Kyoto Station (natürlich wie immer mit Zwischenstopp im kleinen Supermarkt wo wir uns für 6! Euro drei Dinge zum Frühstücken und einen Kaffee holten).

An der Kyoto Station sollte es erstmal mit Vorbereitungen des nächsten Reisetages nach Kanazawa weiter gehen. Die Tickets mussten gekauft werden. Am Automaten ging das nicht, aber die nette Dame am Schalter löste das Problem ratzfatz ohne mit der Wimpern zu zucken. In 5 Minuten hatten wir unsere Tickets in der Hand.

Nach Kobe konnte wir dagegen ohne Tickets mit unsere IC-Karte Pasmo fahren. Einer Karte im Checkkarten Format die für viele Busse und Bahnen in ganze Japan funktioniert. Die Einzelfahrt kostet 1100 Yen, also knapp 7 Euro. Für 45 Fahrtzeit ist das sehr günstig.

Dort angekommen verpassten wir vor lauter Müdigkeit erstmal die eigentliche Haltestelle, aber kein Problem. Voller Tatendrang liefen wir den kleinen Umweg einfach (das sollten wir am Ende des Tages bereuen), aber immerhin ging es unter anderem durch eine schöne Tempelanlage. Wir erreichten den angepeilten Garten Sorakuen, für 300 Yen Eintritt kann man hier eine Runde drehen. Ein wirklich sehenswerter japanischer Garten inmitten von Kobe.

Weiter ging es nach Kitano, dem bekannten Viertel mit Herrenhäusern aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sehr sehenswert aber durch den westlichen Stil des Viertels vielleicht eher bei den Japanern beliebt als bei uns. Wir genossen in einem sehr schön gelegenen Starbucks (der hier zu den Attraktionen gehört, weil in einem solchen Herrenhaus gelegen), ein kühles Getränk, die 30 Grad machten uns langsam zu schaffen. Aber weiter.

Wir erreichten das nächste Ziel, die Seilbahn (irgendwie haben wir es in diesem Urlaub mit Seilbahnen, ist ja fast wie in den Bergen (Witzigerweise wurde diese Seilbahn auch in/oder durch Österreicher gefertigt)). Der Blick über Kobe und auf das Meer war wirklich sehr schön.

Oben erwartete uns erstmal ein deutsches Dorf.

Weiter ging es dann zum Glück in den Herb Garden. Ein herrlich gepflegter Garten mit allerlei Pflanzen, mich begeisterten vor allem die Kräuter am Anfang, später gab es aber auch alles mögliche an Blühendem. Der Garten war unterhalb der Seilbahn am Hang gelegen, sodass man ihn entspannt nach unten durchschländern konnte. Unterwegs gab es ein Gewächshaus, mit Terrasse und Getränken, sowie einem Kräuter-Fußbad welches wir natürlich direkt nutzten. Dann ging es weiter zur Mittelstation und von dort nach unten.

herbstlich eingerichtet waren die Gewächshäuser/ das Cafe im Garten

Der Tagestrip war aber noch lange nicht vorbei, mit der Bahn ging es Richtung Meer. Leider nur in Richtung den Rest mussten wir wiederum zu Fuß gehen. So erreichten wir den Hafen trotz kurzer Stärkung unterwegs leicht entkräftet. Die Sonne und die Meeresbrise gaben aber neue Kraft.

So ging es noch Richtung Harbourland einem Einkaufsviertel mit verschiedensten Einkaufscentren. Das Riesenrad dort bestaunten wir aber nur von außen (ein Teil der Häuser nebenan war sowieso höher). Geshoppt wurde ebenfalls nur wenig aber kleine Dinge fanden den ganzen Tag den Weg in unseren Rucksack (der war am Schluss auch echt schwer).

Die Anstrengungen des Tages hinterließen ihre Spuren und die Stimmung wurde doch etwas schlechter, wir wollten bereits zurück nach Kyoto aufbrechen als wir die Menschenmengen auf dem Bahnsteig sahen – es war 18 Uhr und damit Rushhour. Wir drehten also vor dem Bahnhof ab und suchten uns dort etwas zu Essen.

Wir landeten, ebenfalls wieder durch Hilfe von Google Maps in einem kleinen Familienrestaurant in Bahnhofsnähe. Oma stand hinterm Herd, Mama bediente und die noch junge Tochter saß an einem der Tische und spielte am Handy. Währenddessen lief scheinbar eine klassische Abendsendung im Fernseher. Der Laden war um diese Uhrzeit nur spärlich besucht und wir wurden nett empfangen. Das Übersetzungsprogramm funktioniert ebenfalls, denn auf Englisch war hier nichts. Das Essen war sehr lecker und genau das richtige nach so einem Tag.

Nach dem Essen bekamen wir sogar noch einen Keks für die weitere Reise geschenkt. Einfach sehr nett die Japaner!

Mit neuer Kraft wollten wir doch noch etwas von Kobe sehen und der Plan war durch die große Einkaufsstraße zur nächsten Haltestelle zu laufen. Unterwegs wurde noch schnell ein Film für die analoge Kamera gekauft (die hier überraschenderweise deutlich teurer sind als in Deutschland) und natürlich mussten auch noch zwei T-Shirts den Weg mit ins Hotel antreten. Durch Zufall durchquerten wir auch noch das bekannte Chinesische Viertel, wo es sehr leckere Sesambällchen gab und weniger leckere Pekingente.

Ein Second-Hand Laden war bestens mit deutschen Jute beuteln ausgestattet (von Edeka über Rewe bis Penny und Kik)
Das kam mir irgendwie bekannt vor!
Eine T-Shirt Sonderedition, gibt es so nur in Kyoto
Ein deutsches Restaurant mit „deutschen“ Speisen

Aber jetzt ab in Richtung Bahnsteig und zurück nach Kyoto. Wir bekamen zum Glück einen Sitzplatz und kamen um 22 Uhr im Hotel an. Der Tag war aber nicht nur lang sondern auch anstrengend, am Schluss sprach mein Handy von 29000 Schritten und knapp 22 Kilometern. Die Füße sind platt und wir jetzt zum Glück im Bett.

Der Kyoto Tower bei unserer Rückkehr

2909 ein klassischer sonntag

Der Sonntag startet etwas später, wir wachen „erst“ um halb 9 auf und müssen dann dringend unsere Wäsche waschen. Kostet hier im Hotel, mit Trocknen 400 Yen (keine 3 Euro). Nach 60 Minuten ist beides auch schon fertig und wir auch fast. Also auf in Richtung des Mount Hiei am Rand von Tokio. Vorher noch kurz zum Family Mart für Frühstück und in die Drogerie für ein Mittel mit Cortison gegen Mückenstiche (mich hat es zum Glück nicht erwischt).

Wir erreichen die Seilbahn zum Berg erst um kurz vor 12, diese fährt aber auch direkt los. Für 1800 Yen pro Person (gut 10 Euro) gibt es hin und Rückfahrt, mit einer Seilbahn und einer Gondel. Auf der „Mittelstation“ gibt es bereits einen sehr schönen Ausblick über Kyoto. Wir verweilen etwas und schauen uns um. Auch ein Wünscheritual in dem man eine Tonscheibe durch einen Ring den Hand hinunter werfen muss nehmen wir natürlich mit (auch wenn keiner von uns in jeweils drei Versuchen trifft).

Mit der Gondel geht es weiter auf den höchsten Punkt, das Wetter spielt leider nicht ganz mit, zum einen ist es recht kühl hier oben, zum anderen ist die Sicht Recht bescheiden.

Also geht es mit dem Shuttlebus weiter zum  Enryaku-Ji Tempel, der mitten in einer riesigen Tempelanlage liegt. Die ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Sehr schöne Anlage, kaum Touristen und eine super Ruhe, die nur gelegentlich von einer großen Glocke gestört wird. Hier wird ein bisschen gewandert und alles erkundet.

Der Haupttempel wird gerade aufwendig restauriert und ist deshalb vollständig durch Metall eingekleidet und sieht damit von außen aus wie ein Lagerhaus. Innen versteckt sich jedoch ein wirklich schöner Tempel und durch die Bauarbeiten konnte man sogar ein bisschen nach oben gehen und die Dacharbeiten bestaunen.

Beeindruckend vor allem die Kurven im Dach

Zum Abschluss der Tempelanlage gab es dann noch Soba-Nudeln in der dortigen Kantine. Ganz lecker aber auch nicht atemberaubend. Bestellt wurde wie so oft am Automaten.

Zum Glück kann Google Übersetzer auch Bilder übersetzen

Dann ging es mit Gondel und Seilbahn wieder nach unten und zurück ins Hotel.

Doch dabei sollte es nicht bleiben. Denn mittlerweile sind wir fast Profis im ausgehen in Japan. Also kurz Google Maps gecheckt wo es hingehen soll und auf. Leider war der erste angestrebte Laden voll und vor der Tür bereits eine Schlange. Auf warten hatten wir keine Lust – wie eigentlich immer – und so schauten wir in den umliegenden Gassen nach etwas passendem. Wir wurden diesmal überraschend schnell fündig. Es gab Rahmen in einem Lokal das wieder nur von Einheimischen besucht war. Es war ein Volltreffer, nettes Personal, hervorragende Ramen, einmal normal einmal quasi mit einer Tomatensoße. Beides sehr lecker und wir wurden gut satt. (Es gab sogar ein Lätzchen für uns beide, die Bedienung bestand darauf, dass ich eins trage wegen meinem weißen T-Shirt, sehr nett von ihr 😁)

Im Anschluss sollte es noch ein bisschen weiter gehen uns so suchten wir – nach kurzen Besuch im MoMa Design Shop, eine, vorher ebenfalls im Internet gefundene, Rooftop Bar auf um den Abend ausklingen zu lassen. Sehr sehr schön! Der Blick über Kyoto war genial, was eine wundervolle Stadt.

2809 schreine soweit das auge reicht

Der heutige Tag begann früh. Um 6 Uhr klingelte der Wecker, denn wir wollten vor den Touristenmassen am Fushimi Inari Schrein sein. Um 6:45 ging es los und um 7:15 waren wir da und das schon nicht ganz alleine. Zum Glück war es noch aushaltbar und so machten wir uns auf den Weg über das ruhige Tempel Gelände und die dazugehörigen (sehr bekannten) roten Tore. Beeindruckend wie viele es davon gibt. Wir hatten ein paar Möglichkeiten das ein oder andere schöne Bild zu machen und es etwas zu genießen. Leider nicht allzu lange den man merkte wie die Menschenmenge größer wurde. Immer stand man irgendwo im Bild oder irgendjemand stand einem im Bild. Die Ruhe war sowieso dahin. Also schnell noch ein paar Bilder beim Runtergehen machen und den touristischen Schrein hinter uns lassen. Haben wir jetzt ja gesehen.

Da ist man dann wirklich nicht ganz alleine

Von hier ging es einmal quer durch die Stadt. Zum Saiho-Ji Tempel, einem buddhistischen Tempel der auch der Moos Tempel genannt wird. Nachdem wir viel zu früh mit dem Bus ankamen genehmigten wir uns einem Kaffee in einem kleines Kaffeehaus, mit sehr freundlicher Bedienung und sogar Plätze draußen direkt am Bambuswäldchen.

Was man hier nicht alles bekommt

Dann blieb noch Zeit für einen Tempel in der Nähe, in Kyoto gibt es die zum Glück wie Sand am Meer. Unsere Wahl fiel, nach kurzer Google Recherche, auf den Jizoinsanmon (山門). Ein ebenfalls buddhistischer Tempel, mit Bambuswald und kleinem Gelände. Sehr idyllisch, sehr ruhig, da wir auch die einzigen Besucher zu diesem Zeitpunkt waren. Durch die Vielzahl an Tempeln sind kleinere etwas abseits der Touripfade gelegene oft menschenleer. Wir wurden freundlich empfangen und genossen die Ruhe.

Der Bambuswald spielt Musik
Himmlische Ruhe im buddhistischen Tempel

Dann rief uns die Uhr zur Rückkehr zum Saiho-Ji, wir hatten für 11 Uhr ein Ticket reserviert, für nicht ganz billige 4000 Yen p.P (ca. 25€). Die Empfehlung dazu gab uns unser Hotel. Besonderheit hier ist (neben dem sehr hohen Preis für den Eintritt, normaler Tempel Eintritt sind ca. 500 Yen p.P.), dass man direkt ins Tempelleben „eintauchen“ kann. Jeder Besucher erhält die Möglichkeit ein Sutra zu kopieren. Das ganz im Stillen in Mitten der Tempelanlage. Natürlich war typisch japanisch auch hier alles durchgeplant und man wurde von Station zu Station geschickt. Am Ende hielten wir beide aber ein selbstgeschriebenes Sutra in den Händen und haben zumindest ein bisschen darüber meditiert. Dann ging es weiter zum Highlight des Tempels, dass ihm den Beinamen Moos Tempel verleiht. Der Moosgarten. Einfach wunderschön, komplett mit Moos bewachsen und durch den reglementierten Einlass waren kaum Besucher da. Ich denke die folgenden Bilder sprechen für sich.

Nachdem wir den Moos Tempel hinter uns gelassen haben, ging es weiter zu einem Highlight des letzten Jahres. Das konnten wir uns dieses Jahr nicht entgehen lassen. Der für uns sehr schöne Tempel Jojakkoji ca. 15 Minuten Busfahrt und dann 20 Minuten Fußweg (leider mitten durch die sehr touristische Fußgängerzone von Arashiyama) entfernt vom Moostempel. Angekommen erkannten wir ihn direkt wieder, doch der Sommer hatte seine Spuren hinterlassen, alles war viel grüner und fast noch schön als im letzten Spätwinter. Wir gingen wieder zum höchsten Punkt und genossen den Ausblick. Witziger Weise kamen wir hier mit einem Hessen ins Gespräch der Japan vier Wochen lang nur mit einem kleinen Rucksack bereist. Man trifft die Deutschen überall.

Nach noch etwas genießen und zwei, drei Souvenirs, die wir uns nicht entgehen lassen konnten, ging es dann für eine Pause zurück ins Hotel. Der Tag war ja jetzt auch schon 10 Stunden alt und wir wollten den Abend auch noch auswärts verbringen. Eine gute Stunde Akkus aufladen und dann ging es noch einmal raus in den nächsten Izakaya für leckere Getränke und gutes Essen. Wieder auf Empfehlung des Hotels und wieder wurden wir nicht enttäuscht. Ein Laden hauptsächlich gefüllt mit Einheimischen, aber sehr offen zu Touristen und direkt mit Englischer Karte / Englischer Verständigung. Bestellt wurde hier direkt am Handy, wiederum mit QR-Code. Da fällt mir ein, so bekamen wir auch die Tickets für den Tempel heute Vormittag. Eine E-Mail mit QR-Code, die Japaner sind uns da etwas vorraus. Im Izakaya ließen wir jetzt den Abend ausklingen und machten uns dann auf den Heimweg. Ein kurzer Stopp beim Supermarkt, um für Getränke und Snacks zu sorgen und Stopp in der Hotel-Lobby um deren Spielekonsole endlich zu testen. Dann fielen wir müde ins Bett.

2709 eine reise die macht lustig

Der zweite Reisetag stand an und wir packen bereits früh am Morgen unsere Koffer. Kurz nochmal in den privaten Onsen gehüpft und dann ging es ein letztes mal durch die Spinnen runter zum Bahnhof.

Die Zahnradbahn (die vielleicht auch einfach eine normale Bahn an einem steilen Berg ist) brachte uns wieder nach Hakone Yumoto. Dort verpassten wir vor lauter Bahnhofstempel abholen erstmal die Bahn, aber die nächste fuhr nur wenig später. In Odawara angekommen konnten wir am Automaten mit einem QR-Code unsere online reservierten Tickets abholen (natürlich kann man die auch einfach am Automaten kaufen). Eingedeckt mit allen möglichen Leckereien ging es dann erst nach Shizuoka und von dort weiter nach Kyoto, durch das große Gepäck brauchten wir spezielle Sitzplätze und die waren nur noch auf diesen Zügen frei.

In Kyoto angekommen eilten wir zum Hotel, Giappo Franca Kyoto, ein japanisch, modernes, junges Hotel. Mit Mangas und Spielekonsolen im Foyer. Wir wurden nett empfangen und sogar mit Pyjamas ausgestattet, die gibts hier wie alle Hygieneprodukte in den meisten Hotels.

Nach kurzer Pause auf dem doch recht kleinen Zimmer (10qm) ging es nochmal in richtig „Innenstadt“. Hier gibt es eine große Shopping Meile und außenherum alte Viertel mit vielen kleinen Laden. Fanden wir auch schon letztes Mal sehr sehenswert.

Nach etwas längerer Suche, ist doch immer mal wieder etwas schwierig in Kyoto etwas zu Essen auszusuchen, landeten wir in einem Laden für Hähnchen Barbecue. Scheinbar irgendwie auch eine Spezialität hier, wir waren mittelmäßig begeistert, was auch an unserem Hunger liegen konnte und der doch längeren Wartezeit bis das Fleisch auf dem Tischgrill durchgebraten war.

Früh machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, es war immerhin ein langer Tag und morgen soll es früh rausgehen, um im besten Fall den Touristenmassen zu entgehen (klappte nur ein bisschen). Aber immerhin gab es noch Eis auf dem Rückweg!

2609 japan verändert dich und außerdem waren wir in hakone

Der Tag startet früh mit dem Sonnenaufgang der genau in unser große Fensterfront scheint. Alleine dafür hat sich das AirBnB bereits gelohnt. Um 7 stehen wir auf und nach Nutzung der heißen Quelle ist Zeit für Veränderungen. Man muss auch mal was neues probieren.

Zwischen den Hügeln kann man das Meer erkennen. Wirklich wie im Traum.

Dann geht es mit der Zahnradbahn in Gora auf die erste Station Souzan und von hier mit der Seilbahn zur Station Owakudani. Hier wird Schwefel abgebaut, dementsprechend ist auch der Geruch. Wir probieren die örtliche Spezialität, geräucherte Eier und schwarzes Curry Brot. Beides sehr lecker, auch wenn die Eier kaum von normalen zu unterscheiden sind.

Auf der anderen Seite des Berges geht es mit der Seilbahn runter an den See Ashi. Bekannt für die Piratenschiffe, die hier als eine Art öffentlicher Nahverkehr fahren und mit unserem Tagespass nutzbar waren. War tatsächlich ganz lustig, aber richtiges Piratengefühl kam nicht auf. Das Wetter war leider auch nur bewölkt.

Dann noch eine große Attraktion an der Anlegestelle der Piratenschiffe. Der Hakone-Schrein. Der Schrein ist wunderschön gelegen, zwischen sehr hohen Bäumen und trotz der Masse an Touristen war es super ruhig und angenehm. Anders beim Heiwa no Torii, ein Tor im Wasser, hier war die Schlange so lange, dass wir uns mit ein paar Bilder aus der Ferne begnügten und uns auf den Weg zurück machten.

Über Piratenschiff, Seilbahn, Seilbahn und Zahnradbahn kamen wir zurück nach Gora. Hier sollte noch ein Highlight warten. Die Brauerei bei der wir gestern waren, hat in Gora noch ein Beer&Grill, eine Art Brauhaus das recht gut bewertet war. Wir hatten heute Mittag nur eine Kleinigkeit bei Seven Eleven gegessen und waren deshalb entsprechend hungrig. Ich kann nur sagen, wir wurden nicht enttäuscht, das war der Hammer! Alles sehr lecker und direkt vor unseren Augen zubereitet, dabei mit Blick auf den Garten:

Nach dem Essen konnten wir vor der Tür unsere Füße noch kurz ins Fußbad hängen und uns dann auf den Weg nach Hause machen.

2509 eine reise und die tierwelt

Heute ist der erste Reisetag, wir lassen Tokyo vorerst hinter uns und fahren von Shinjuku Station, dem verkehrsreichsten Bahnhof der Welt (2 Millionen Passagiere pro Tag) in Richtung Hakone. Kleine Verwirrung beim Ticket-Kauf inklusive, für den Romancecar benötigt man zwei Tickets, eines für die Strecke und eines als Aufpreis für den Limited Express. Haben wir aber auch rausbekommen und so konnte es (natürlich mit einer Bento Box) losgehen.

Der Zug muss nicht wenden, die Stühle wenden sich einfach

Die Fahrt war malerisch und wir kamen an einem kleinen Bahnhof – Hakone-Yumoto- an. Zum Ferienhaus ging es weiter mit einer Art Zahnrad Bahn, sehr spannend, da diese immer wieder die Fahrtrichtung wechselt, um sich so den Berg hoch zu arbeiten.

An der Haltestelle angekommen ging es noch 10 Minuten zu Fuß zum Haus. Mit kleinem Schock inklusive, da wir erst ein Stück zu weit in den Wald gelaufen sind und eine Unzahl an Spinnen betrachten durften. Auch an der Unterkunft, zum Glück nur außen z.B. auf der Terrasse überall Spinnen und andere Insekten. Das ist wohl das Landleben, obwohl Hakone eigentlich sehr touristisch ist. Später werden wir herausfinden, dass diese Spinne einfach überall in Japan ist. Auch in Kyoto und Kanazawa sehen wir sie überall, zum Glück immer mit Abstand.

Also einmal kurz Durchatmen und dann noch zum Seven Eleven einkaufen. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir eine kleine Brauerei, dir wir uns auf dem Rückweg natürlich nicht entgehen lassen konnten. Also gab es ein Tasting Set und ein paar Edamame. Beides sehr lecker!

Zurück im Haus bleibt noch etwas Zeit für Entspannung, Füße hoch und Fernseher an, ist ja doch auch Urlaub hier.

2409 essen, essen, essen

Der 24. September stand ganz im Zeichen des Essens. Deshalb morgens früh aufstehen um den ersten Programmpunkt, den alten Tokioter Fischmarkt pünktlich zu erreichen. Um 8 Uhr starten wir und waren 8:45 vor Ort. Mitten im Trubel mit vielen (zu vielen) anderen Touristen. Trotzdem ein Erlebnis.

Und natürlich musste einiges probiert werden! Denn das ist eigentlich ein Street food Markt. Manche von uns versuchten mehr, andere weniger. Aber keiner von uns traute sich an alles. Was wir probiert haben:

Videos: Zubereitung des süßen Omlette

Danach ging es ins angrenzende Einkaufsviertel Ginza, um uns ein bisschen die Beine zu vertreten (wir laufen hier sehr wenig, mehr dazu am Ende). Um auch noch etwas Zeit bis zum nächsten Essensprogrammpunkt verstreichen zu lassen, waren wir kurz in einer Art Virtual Reality Museum über die japanische Nationalmannschaft … Die spinnen die Japaner, zumindest manchmal.

Dann ab zum nächsten Essen, jetzt gibts endlich Okonomyjaki. Diesmal Tokio Style. Wir teilen uns eins, eigentlich hatten wir nämlich noch gar keinen Hunger. Mit gebrochenem Englisch und Handzeichen erklärt und die nette Dame alles und bereitet uns das Okonomyjaki auf der Platte zu. Essen dürfen wir aber selbst, mach das dann aber auch direkt falsch. Monjayak (sehr ähnlich zu Okonomyjaki) isst man mit dem Spachtel, Okonomyjaki jedoch mit Stäbchen. Die nette Dame brachte und sicherheitshalber eine Gabel. Nach Nachfrage verstanden wir was das Problem war und nutzen die Stäbchen.

Gestärkt vom leckeren Essen ging es dann weiter zum Nakano Broadway einem Manga Viertel bzw. einer Manga Einkaufhalle. Ganz merkwürdiger Ort, hier gibt es Ramsch, Klamotten, Manga Figuren und echte Rolex (dementsprechend teuer) direkt nebeneinander. Spannend zu sehen, wir haben uns mit zwei Kleinigkeiten begnügt..

Leicht entkräftet retteten wir uns  in ein 70er Jahre Kaffee, hier  war aber nichts Vintage sondern das ganze einfach alt. Für uns hat es den Zweck einer Pause erfüllt, nochmal würden wir aber wohl eher nicht hin.

Dann brachte uns der Zug zurück ins Hotel, kurz Sachen ablegen und Züge für Morgen buchen. Dann wieder auf! Eine Attraktion stand noch auf dem Plan. Aber natürlich nicht ohne sich vorher nochmal ordentlich zu stärken.

Vom letzten Mal kannten wir noch einen sehr lecker Ramen Laden in der Nähe von Shibuya den wir uns diesmal nicht entgehen lassen wollten. Also hin und zum Glück waren noch Plätze frei. Kurz danach gab es eine Schlange am Automaten draußen (in Japan ist es üblich am Automaten zu bestellen, teils digital, teils analog. Immer bekommt man am Ende, nachdem man bezahlt hat einen Bon für jedes Essen oder Getränke ausgedruckt, die man dann beim Koch oder Service abgibt. Essen gibt es dann an den Platz gebracht).

Hier entspannt auch das tolle Bild mit den Lätzchen. Teile von uns haben es dieses Mal aber ohne geschafft.

So gestärkt konnten wir dann nach Shibuya Crossing ca. 10 Minuten weiter starten. Die größte Kreuzung der Welt hatte uns letztes Mal schon beeindruckend und konnte das diesmal wieder! Was ein Anblick!

Video: Shibuya Crossing

Wir staunten 10 Minuten, hüpften dann noch bei Ikea rein und wurden auch direkt fündig. Dann ging es Richtung Hotel, die Beine schmerzen insgesamt sind es dann heute 24000 Schritte geworden oder knapp 17km. Da ruft das Bett und ein ereignisreicher Tag ging zu Ende. Morgen geht es nach Hakone, ins AirBnB wir sind gespannt.

2309 katzen, vintage und doch wieder deutschland

Der Tag startet diesmal deutlich früher um 9 Uhr in Richtung Gōtokuji Tempel (大谿山 豪徳寺). Der Katzentempel. Natürlich haben wir uns es nicht nehmen lassen die zum Glück nicht lebendigen Katzen ausgiebig zu fotografieren und auch eine mitzunehmen. Soll ja schließlich auch Glück bringen.

Dann ging es durch verwinkelte Gassen im Vorort von Tokio (und kurzen Bahnaufenthalt – war uns dann doch zu weit zu Fuß), weiter zum Vintage Viertel Shimokitazawa. Überall gab es second hand shops und kleinere Läden. Wir gaben uns mit ein paar Stickern zufrieden, ewig lang wollten wir nicht durch die Läden schlendern.

Zu Mittag gab es dann Fastfood, klassisch japanisches Curry.

Dann ging es mit kurzem Zwischenstopp in Shinjuku, mit wieder einer gesperrten Straße – heute ist hier nämlich Feiertag – und kurzem (wirklich sehr kurzem, weil sehr vollem) Besuch im Disney Shop, zurück ins Hotel. Ein paar Minuten Beine hoch und Planung für die nächsten Tage, bevor es dann in Richtung Shiba Park geht. Da besucht man sein erstes Oktoberfest nicht in München sondern in Japan.

Die Preise waren wie in München, leider das Bier aber nicht so lecker. Sonst hier noch ein paar Eindrücke.

In meinem ersten Bier war doch tatsächlich Melone! Ein ganz besonders frisches Radler, aber eher nicht zu empfehlen.
Video: Ein Glück steht der Text auf den Bierbechern, dann sind sogar die Japaner Text-sicher.

2209 der erste tag in tokio

Der Tag beginnt etwas regnerisch und für uns etwas spät. Den Jetlag mussten wir rausschlafen. Aber um 11 Uhr waren wir startbereit und auf dem Weg in Richtung Ginza, der Einkaufsmeile in Tokio. Mit kleinem Zwischenstopp im Family Mart, in dem wir uns mit Eiskaffee aus der Maschine, einem Pfirsich Slush und dem bekannten Eier Sandwich gestärkt haben, waren wir – mit der U-Bahn – ruck zuck da.

Die immer Sonntags, abgesperrte! zweispurige Straße wurde für Bilder genutzt und dann direkt im Uniqlo geshoppt. Der größte Uniqlo überhaupt, mit 12! Stockwerken.

Kleine Stärkung mit einem Stück Schweinefleisch mit Barbecue Sauce, das kannte ich noch aus Macao!

Um das Shopping zu vollenden haben wir uns noch durch einen mindestens 6 Stöcke hohen Elektronikartikelladen gekämpft. Denn die analoge Kamera wollte mit Filmen gefüttert werden. Natürlich hatten sie diese in der letzten Ecke, aber immerhin. Und weil sie gerade knapp sind gabs auch nur einen pro Person. Aber zwei Stück sollten uns eine Weile aushalten.

Dann ging es über den Vorplatz des Kaiserpalastes zurück ins Hotel (wieder mit Stop bei Family Mart für eine kleine Stärkung).

Ein kleiner Kiosk unweit vom Kaiserpalast im angrenzenden Park

Genau rechtzeitig für 10 Minuten Beine hoch um dann zum Fußball aufzubrechen. Tokyo Verdy spielt!

Video: Die Spielervorstellung der Heimmannschaft Tokyo Verdy (hat nichts mit unserer verdi zu tun – hoffe ich)
Vor und nach dem Spiel verbeugen sich alle Spieler vor ihren Fans! Hier die mitgereisten Spieler von Sagan Tosu.

Am Ende gewinnt Tokyo Verdy verdient mit 2:0. Wir nehmen die nächste volle Express Bahn zurück nach Shinjuku. Die Bahn ist extra für das Spiel eingerichtet und fährt direkt zum großen Bahnhof, ohne alle kleine Haltestellen anzufahren.

In Shinjuku drehen wir noch eine Runde, aber alles ist so voll (man merkt den Sonntag Abend). Shinjuku ist so wie man Japan gelegentlich gezeigt bekommt. Bunt, schrill, laut und voll – es ist ein klassisches Partyviertel hier.

Müde machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, nicht ohne vorher einen Zwischenhalt in einem Supermarkt zu machen. Für 7.5€ holen wir uns zwei Drinks, eine Flasche Wasser, zwei Onigiri, einmal Yakisoba Instant-Nudeln und noch eingelegte Eier zum probieren (sehr lecker). Japan kann auch günstig ☺️

Die Anleitung auf den Instant – Nudeln. Ist doch leicht zu verstehen, oder?

2109 tokio ist erreicht

Wir haben Tokio erreicht! Und das fast zu schnell, meinen Film konnte ich nämlich nicht fertig schauen. Dafür gestärkt durch das gute Essen!

Der erste Eindruck nach dem Flugzeug

Nachdem wir direkt das Internet testen mussten, konnten wir auch schon Geld wechseln und unsere Zugkarten abholen. Das ganze natürlich nicht ohne etwas Gedränge. Der Flughafen Narita ist doch etwas voller und kleiner als das letzte mal Haneda.

Dann ging es aber auch schon mit dem Zug in die Innenstadt, der Skyliner brachte uns nach Nippori, die U-Bahn dann weiter nach Shinjuku. Dort sind wir mit den Koffern ersteinmal durch eine große Ausgeh-Straße, da wollten wir ja auch hin, vielleicht aber nicht mit den Koffern am Samstag Abend.

Also schnell die Koffer ins Hotel, einmal frisch machen und dann selbst nochmal ins Getümmel. Etwas Essen und eine kleine Runde, aber dann hat uns die Müdigkeit doch schnell eingeholt.

Aber wir habens geschafft! Und der erste Highball ist auch schon getrunken 🎉

Hier gab es leckeres Hähnchen frittiert und ummantelt mit Käsepulver. Das andere mit scharfer Tartarsoße und Zwiebeln.
Eine Art frittierter Pfannkuchen mit Kimchi und Gemüse, darüber reichlich Käse

2109 hongkong

Wir sind gut in Hongkong gelandet und das „Umsteigen“ hat auch super funktioniert. Die Wartezeit ging mit kleiner Stärkung wie im Flug und schon geht’s gleich weiter. Das Boarding beginnt in 10 Minuten.

2009 check in und kontrolle erledigt

Boarding startet in 20 Minuten bald gehts los. Jetzt heißt es nochmal warten, aber gestärkt sind wir, waren noch schnell bei Burger King.

Koffer waren ebenfalls passend gefüllt, da wären sogar noch 5 Kilo Luft gewesen, ich hoffe ich habe nichts vergessen 😂