30 Juni, 1 & 2 Juli

Die letzten Tage brachen an und wir hatten noch einen Trip geplant. Nach San Gimignano. Auf Grund der Hitze blieben wir wieder lange am Pool und erst gegen Abend ging es los.

Uns hatte vorher der Tipp erreicht, dass es hier besonders gutes Eis geben soll, dass wir natürlich nicht ignorieren konnten. Also gab es Eis zu Abend und wir schlenderten durch das alte Bergdorf. Sehr schön, sehr kleiner und für einen Abend wirklich optimal. Die Touris waren schon weitestgehend weg und wir konnten die Ruhe und die Blicke über die Toskana genießen.

Nach zwei Stunden ging es auch schon wieder zurück, Zuhause gab es noch ein kleines Abendessen und dann war der Tag auch schon wieder vorbei.

Den vorletzten Tag verbrachten wir komplett am Pool, nur mit kleinem Ausflug zum Bauernhofladen.

Der letzte Tag brach früh an, wir packten direkt das Auto, um schon vor dem Frühstück abfahrbereit zu sein. Ein letztes Mal das Frühstück von Lucia genießen und dann ging es auch schon los. Nicht ohne ordentliche Verabschiedung von Lucia.

Dann ging es die Küste entlang Richtung Mailand. Wir entschieden uns den direkten Weg zu nehmen um nicht durch Trödelei den Flug zu verpassen. Ungefähr 300 km und ca. 4 Stunden später waren wir schon am Flughafen. Es lief super und wir waren natürlich viel zu früh. Nicht mal unsere Koffer konnten wir schon abgegeben. Also erstmal warten und noch Reste vom Vortag essen. Dann ging es endlich los – zumindest mal ins Flugzeug. Hier mussten wir leider noch eine Stunde warten, da es in Düsseldorf schwere Unwetter gab bei denen wir nicht landen könnten. Aber immerhin wurden wir gut versorgt.

Der Regen begrüßte uns in Düsseldorf, da fühlt man sich richtig heimisch. Der Flug lief sonst ereignislos, nur der Flughafen Düsseldorf war etwas überfordert mit der großen Anzahl an Flugzeugen die nach dem Unwetter landeten. Es dauerte alles und wir hatten schon Angst die Bahn zu verpassen, die nur alle Stunde fährt. Zum Glück kamen unsere Koffer relativ am Anfang und wir eilten noch zur Skybahn. Die brachte uns zum Bahnsteig und dort mussten wir keine 2 Minuten mehr warten und der Zug fuhr schon ein. Nach anderthalb Stunden Fahrt ging der Urlaub dann zu Ende und wir waren wieder zu Hause. Leider! Aber das wird definitiv nicht das letzte mal in Rom und der Toskana sein.

Grüße vom nächsten Urlaub der uns gerade nach Linz gebracht hat, aber nur noch eine Stunde bis wir endlich in Wien ankommen! 😊

28 & 29 Juni

Entspannte Tage am Pool. Zu berichten gibt es sonst wenig. Am Sonntag Abend waren wir bei einer Brauerei um die Ecke, die unsere Gastgeberin empfohlen hatte. Sehr leckeres Bier, gutes Essen und schöner Ausblick.

Sonst genießen wir weiter die Sonne und die 38 Grad. Ah und einkaufen waren wir, regional bei einem kleinen Direktvertrieb und beim Supermarkt. Gerade der kleine Bauernladen war ein genialer Tipp (auch von unserer Gastgeberin)! Klasse leckere Produkte.

26 & 27 Juni

Wir beginnen uns einzuleben hier auf dem Bauernhof. Das Frühstück gibt es von 8:30 bis 10 mit allem was man braucht. Besonders lecker, frische Backwaren und Joghurt.

Dann geht es mit einem guten Buch oder mit einem Podcast auf den Ohren an den Pool. Hier lässt sich auch die Hitze aushalten, ab und zu mal abtauchen, obwohl auch der Pool nicht mehr wirklich kühl ist.

Am ersten Abend organisiert die Gastgeberin Lucia ein kleines Wein-Tasting, das lassen wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen. Eigentlich sollte es zweimal die Woche richtig Essen geben hier auf dem Bauernhof, der Koch ist aber leider krank. Also gibt es Wein, Bruschetta, Tomate und Mozzarella, und Tasting des hauseigenen Olivenöls. Das Ganze in geselliger Runde mit den 10 anderen Gästen des Bauernhofes. Niederländer, Belgier, eine Amerikanerin und wir. Eine bunt gemischt Truppe und ein echt schöner Abend.

Der nächste Tag läuft genauso ab. Wir verbringen viel Zeit am Pool und kommen endlich mal in unseren Büchern voran.

Am Abend gegen 18 Uhr, nach der Siesta, machen wir uns auf nach Volterra. Es ist quasi um die Ecke, was hier bedeutet eine 30 minütige Autofahrt entfernt. Aber es lohnt sich. Volterra ist ein wirklich schönes kleines Bergdorf mit engen Gassen und wahnsinnigen Panorama. Dadurch das wir recht spät waren, war die Stadt schon ziemlich leer und wir genossen die mittlerweile auch etwas kühlere Luft. Zum Abendessen kehrten wir einfach irgendwo ein und stellten fest: hier in der Gegend scheint viel Wild gegessen zu werden. Es gab die verschiedensten Wildgerichte, alle klangen sehr lecker. Für mich gab es deshalb einen Secondi Piatti aus einem groben Gulasch und für Lisann hausgemachte Nudeln mit Wildschwein Ragú alla Nonna. Beides sehr lecker! Dazu noch gemischtes Gemüse: Caponata. Mit Pinienkernen und Rosinen. Und in Kombination mit dem Foccacia vorher, dass wir für eine kleine Vorspeise hilten auch absolut genug. Insgesamt ein gelungener Trip!

Kleiner Aufreger auf der Heimfahrt. Wir fuhren die echt einsame Landstraße entlang (so wie alle Straßen hier sind) und ein Auto stoppte uns, um uns auf einem betrunkenen E-Scooter Fahrer aufmerksam zu machen. Ein paar Meter weiter entdecken wir den armen Mann im Graben… Nur die Beine waren noch zu sehen. Also anhalten und nachschauen. Ihm ging es bis auf die zu große Menge an Alkohol aber gut. Zum Glück konnten wir noch zwei weitere Autos anhalten, die zumindest genug italienisch sprachen um Polizei und Krankenwagen zu rufen. Liegen lassen konnten wir ihn ja nicht. Problem war nur, bis Polizei und Krankenwagen da waren hatte sich der Betrunkene erst halb mit einem der Ersthelfer geprügelt, weil der ihn nicht zurück auf seinen E-Scooter lassen wollte und ist dann letztendlich doch mit dem Scooter abgedüst. Jetzt wollte sich keiner mehr mit ihm anlegen. Die nette Dame, die die ganze Zeit mit dem Notruf telefonierte um zu erklären was Sache war, konnte kein Englisch aber mein Italienisch reichte um am Schluss zu verstehen: wir können gehen, die Rettungskräfte haben den Betrunkenen irgendwo weiter vorne auf der Straße aufgegabelt.

Haben wir doch am Abend noch richtig was erlebt. Zum Glück alles gut ausgegangen und immerhin nicht nur Füße hoch hier 😄

Während ich diese Zeilen hier jetzt schreibe, am frühen Morgen hört man hier nur die Grillen zirpen (oder was auch immer das für Tiere sind), ab und zu mal einen Vogel und jede Menge Bienen, Hummeln und Vespen (ah und ab und zu ganz leise Lucia die gerade den Pool sauber gemacht hat). Dabei hab ich einen wunderbaren Blick auf die Toskana, das ganze ist hier wie im Bilderbuch. Verrückt dass es das nicht nur auf Fotos gibt, sondern das sieht wirklich so aus. Mal sehen ob es auch bei 39 Grad noch so schön ist.

25 Juni

Zweiter Reisetag.

Um 10 Uhr, nach dem Frühstück, werden wir mit dem Golf-Kart abgeholt und direkt zum Auto gefahren.

Von dort geht es los Richtung Cedri. Kurzer Abstecher nach Volterra zum Einkaufen und dann erreichen wir das Agriturismo.

Quasi am Ende der Welt. Wir wurden herzlichst begrüßt, die Besitzern macht das Ganze hier wirklich mit Leib und Seele! Sehr schön, es sind ungefähr 8 Wohnungen und nochmal 4/5 Zelte (genau die gleichen, wie das in dem wir die letzten Nächte verbracht haben).

Internet gibt es kaum, Menschen ebenfalls wenige, hier sind hauptsächlich Mücken, Bienen, Schmetterlinge, Ameisen, Schwalben, Geckos usw. zuhause. Für die nächste Woche wir auch.

Im rot eingezeichneten Teil ist unsere Wohnung, von rechts und von links zugänglich. Rechts weg ist eine große Wiese und dahinter die Olivenheine. Links stehen ebenfalls einige Olivenbäume und dahinter ist der Pool.

Am Abend gibt es hervorragende Nudeln mit Blick auf die Toskana. Die Bilder sollten für sich sprechen.

Die nächsten Reiseberichte kommen, wenn es Internet gibt und wir mehr machen als lesen und in den Pool springen.

23 und 24 Juni

Zwei Tage, eine Beschäftigung. Entspannung.

Morgens gibts Frühstück in der Beachbar, danach geht es kurz an den Strand und ins Meer. Dann wird auf der Terrasse unseres Zeltes gelesen und die Füße hochgelegt.

Einmal noch einkaufen und durch die schöne Landschaft düsen, damit wir Abends auch etwas zu Essen haben. Das war’s schon.

22 Juni

Der erste Reisetag.

Um 8 Uhr klingelt der Wecker, schnell raus aus dem Federn, packen und nochmal zum Café des Vertrauens um die Ecke. Heute mit der Mission ein Souvenir mitzunehmen. Auch wenn wir etwas Verwirrung auslösten erledigten wir unsere Mission und ließen uns die letzten Café und Cornetti Pistacchio schmecken.

Um 10:50 machten wir uns zu Fuß aus zum Bahnhof Trastevere und von dort zurück zum Flughafen. Aber nicht um zu fliegen, sondern um unseren Mietwagen abzuholen. Das gelang uns, auch wenn die Koordination des Anbieters furchtbar war. Nach einer Stunde hielten wir den Schlüssel eines wunderschönen schwarzen Lancia Ypsilon in den Händen. Mit 100.000km und der ein oder anderen Spur im Lack nicht das neuste Modell, aber für uns sollte das ausreichen.

Also los gehts, nicht über die Autobahn um der Maut zu entgehen und außerdem erhoffen wir uns so eine schönere Strecke. Was wir vor allem bekommen sind aber Schlaglöcher, dagegen sind deutsche Straßen wirklich ein Traum. Italien sollte dringend über ein Sondervermögen für Straßen nachdenken. Uns ist es egal, da muss ja der Mietwagen durch. Eine kurze Pause um die mitgebrachten Snack zu vergehnren und ein Stopp beim Supermarkt (der Sonntags ganz normal geöffnet hat) und schon fahren wir um 16:45 beim Glamping Platz vor.

Das Zelt können wir angeblich ab 17 Uhr beziehen. Das funktioniert leider weniger gut, nachdem wir nett Empfangen wurden, sogar ein bisschen auf deutsch, warteten wir bis 18:30 auf das Zelt. Ärgerlich, wir waren die ganze Zeit vollgepackt mit Rucksack übers Gelände gezogen. Den Koffer hatten wir zum Glück vorher abgeben.

Dann gab es erstmal Abendessen, mitgebrachte Nudeln und Soße, das Restaurant hier ist uns zu teuer und wirkt wie das Restaurant eines all Inklusive Resorts. Mal sehen ob es uns in den nächsten Tagen noch überzeugen kann.

Abends gibt es noch einen kurzen Abstecher zum Strand und dann schnell ins Bett, war ein langer Tag.

20 Juni

Heute nur ein paar kurze Zeilen. Wir sind durch! Mit dem Programm, alle ganz wichtigen Punkte haben wir erledigt, und das zum Glück schön entspannt. Heute stehen wir spät auf (was wir später bereuen, weil wir sehr in die Mittagshitze kommen) und laufen in die Stadt. In Italien ist heute Generalstreik, die Metro fährt nur teilweise, bei Bussen und Straßenbahnen sind wir uns unsicher, also verlassen wir uns nur auf unsere Beine (die geben gegen Mittag aber auch langsam auf).

Gestartet wird schon fast traditionell mit Cornetto und Café bei Linari um die Ecke. Weiter geht es zum Piazza del Campidoglio, der leider komplett eingerüstet ist. Da sind sie nicht pünktlich zum heiligen Jahr fertig geworden. Vorher aber gab es einen schönen Blick auf das Forum Romanum.

Das Vittorio Emmanuele Denkmal schauen wir wieder nur von unten an, es ist einfach schon zu heiß um da hochzugehen.

Dann bummeln wir am Piazza Venezia vorbei in die Via del Corso. Auch wenn wir nichts kaufen haben wir doch etwas ins Auge gefasst, ein Souvenir welches wir wohl noch kaufen müssen (Update 21.06.: es wurde gekauft 😄). Der spanischen Treppe statten wir einen kurzen Besuch ab, sie ist aber leider immernoch abgesperrt. Durch die Gassen wollen wir dann zum Restaurant von vorgestern Abend. Die nette Dame meinte heute gebe es auch einen Mittagstisch. Als wir ankommen hat sie aber leider zu, tja auch so ist Italien. Kein Problem um die Ecke hatten wir einen süßen Laden gesehen, den ich mir zufällig auch schon auf Google Maps gemerkt hatte. Woher fällt mir erst später auf – er wird im Michelin Guide empfohlen. Kein Stern aber immerhin eine Empfehlung. Wir sind durchgeschwitzt und nicht sonderlich ordentlich angezogen, damit hatten wir ja nicht gerechnet. Kein Problem, draußen war noch ein Plätzchen frei, obwohl wir natürlich nicht reserviert hatten. Da war auch etwas Glück dabei, viele andere hatten reserviert. Wir essen Antipasti, Pasta und Dessert. Sehr sehr lecker, preislich fair und der Service ist top.

Dann geht es weiter, doch noch ein bisschen Kultur. Die Chiesa di St`Ignazio di Loyola wollen wir spontan noch anschauen, hier sind vor allem die Decken Gemälde besonders!

Nach kurzer Besichtigung geht es für uns zurück Richtung Hotel. Auch zu Fuß und das bei 35 Grad. Wir waren froh, dass das Zimmer gut klimatisiert ist.

Abends brechen wir wieder auf, diesmal mit einem klaren Ziel: Stockfisch! Und den bekommen wir, diesmal mit etwas mehr Zeit und wieder super lecker, ein paar Beilagen und schon sind wir glücklich. Der Laden scheint eine echte Institution zu sein. Was hier an Stockfisch rausgetragen wird – Wahnsinn. Viele nehmen sich ein solchen Filetto auch einfach die Hand mit. Streetfood mal anders.

Der Hinweg führt uns noch über einen Suppli, ein frittiertes Risotto Bällchen und vorbei am Tiber.

Der Rückweg über die Piazza Navona und die Chiesa St’Ignazio di Loyola in der wir heute Mittag schon waren. Abends nochmal in einer ganz besonderen Atmosphäre.

19 Juni

Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Das hat heute gepasst. Um 6 Uhr aus den Federn, um halb 7 los, kurze Stärkung mit Café und Cornetto und um 7:15 sind wir bereits am Petersdom!

Was eine gute Entscheidung! Auch wenn die schlange recht lange aussieht, kommen wir super schnell rein und um kurz vor 8 beginnen wir bereits den Aufstieg zur Kuppel. Auch eine gute Entscheidung das vorzuziehen. Als wir oben ankommen sind wir noch recht alleine, erst langsam füllt sich der oberste Bereich.

Nach dem spannenden Abstieg – mindestens genauso spannend wie der Aufstieg – geht es noch in den Petersdom selbst. Durch die heilige Pforte des Petersdom. Schon besonders, auch wenn wir uns daraus eigentlich wenig machen. Insgesamt ist der Petersdom leider durch das heilige Jahr deutlich beschränkter, viele Bereiche sind abgesperrt und man geht einen vom Vatikan vorgezeichneten Weg um den Hauptaltar. Trotzdem beeindruckend auch wenn man sich nicht so frei bewegen kann. Highlight für mich immer wieder das aus dem Petersdom auf dem Petersplatz treten.

Dort biegen wir scharf rechts ab und fragen die Schweizer Garde nach dem „deutschen Friedhof“. Ein kleiner Friedhof mit Kirche auf italienischem Gelände, aber umschlossen vom Vatikan. Kurze erneute Sicherheitskontrolle und schon können wir los. Es erwartet uns eine grüne Oase, die uns sogar schon von der Petersdom Kuppel aufgefallen war. Ein sehr schöner Friedhof und eine Kirche, die wirklich eine ruhige Insel in der Stadt ist. Wir verweilen ein bisschen, da tatsächlich sogar ein Mönch Orgel spielt und scheinbar auch Weihrauch aufgelegt hat. Fast etwas kitschig.

Vom Campo Santo Teutonico geht es erstmal auf die Suche nach etwas essbarem, die Cornetti waren zwar lecker, aber der Kuppelaufstieg forderte seinen Tribut. Wir schlendern Richtung Innenstadt und gehen zum Cafe von vor ein paar Tagen, das hatte uns so gut gefallen. Leider kann die Pizza nicht so überzeugen wie die Lasagne von Dienstag. Aber es sättigt immerhin.

Im Anschluss geht es mit dem Bus zum Hotel nochmal Schlaf nachholen. Vorher wird auf dem Markt noch schnell Abendessen eingekauft. Brot, Pesto Genovese, stracciatella di Bufala und Tomaten.

Das Abendessen genießen wir auf der Terrasse und eigentlich hätten wir da auch bleiben können. Aber die Neugier treibt uns nach draußen – und vielleicht auch die Lust auf Eis. Also um die Ecke ein Eis geholt und noch etwas geschlendert. Am Tiber entdeckt wir wieder das Tiber Fest und entscheiden uns für einen abendlichen Drink. Limoncello Spritz und Spinello Spritz. Lecker, aber nicht das gelbe vom Ei. Immerhin haben wir die jetzt auch mal getrunken und das auch noch direkt am Tiber.

Während der Siesta habe ich noch etwas im Reiseführer geschmökert und von einen frittierten Stockfisch gelesen, scheinbar ein Geheimtipp. Obwohl wir uns schon wieder auf den Rückweg machten viel mir meine Markierung auf der Karte ins Auge. Das ist ja direkt neben unserem nach Hause weg, maximal ein kleiner Umweg. Also mal schauen was da so geht. Wie der Zufall so will hatten sie genau noch einen zweiter Tisch frei und obwohl sie bereits in 30 Minuten schließen durften wir uns noch hinsetzen und bekamen frittierten  Stockfisch und Zucchini, zusammen mit Brot und Weißwein serviert. Was ein Fest! Um uns herum nur Italiener, wir an einem kleinen Tisch im Schatten einer Kirche. So lebt es sich in Rom. Hier konnten wir den Abend ausklingen lassen, danach ging es Richtung Bett.

18 Juni

Nachdem es uns in Rom heute mit 36 Grad zu war geworden ist, fliehen wir kurzfristig nach Japan.

Natürlich nur ein kleiner Spaß, aber heute lassen wir es langsam angehen. Wir stehen spät auf und schlendern erstmal über den Markt. Ein Laden mit traditionellen Sandwiches fällt uns ins Auge (und der wird auch online empfohlen). Also gibts zum Frühstück ein Panino mit Hackfleischbällchen alla Nonna, und eines mit Schweinefleisch und Gemüse in Tomatensoße. Beides sehr lecker.

Ohne Plan wohin es weiter geht, schlendern wir Richtigung Tiber und darüber, und dann weiter Richtung Trastevere. Abends total überlaufen, tagsüber echt schön. Uns fiel ein, dass wir noch einen Abstecher in den botanischen Garten machen wollten und das war jetzt ein guter Moment dafür. Also ca. 200 Höhenmeter hoch und dann von oben durch den Garten nach unten. Doch gar nicht so langsam wie geplant heute. Aber immerhin sehr schön! Und größtenteils schattig.

Zurück ging es mit einem Lemon Soda in der Hand  gemütlich durch die Gassen Trastevere’s. Pünktlich zur Mittagshitze um 13 Uhr waren wir zurück im Hotel. Heute aber nicht ganz so lange.

Denn das Pantheon rief! Wir hatten für 16 Uhr Tickets gekauft, so wie man das mittlerweile überall machen muss. Also machten wir uns um kurz nach 3 wieder auf. Erstmal Zwischenstopp direkt neben dem Hotel für einen Grattachecca. Das ist Eis direkt fein von einem Eisblock geriebenes mit Sirup oben drauf. Scheinbar eine Spezialität hier, und wirklich sehr lecker.

Am Phanteon angekommen mussten wir tatsächlich nur 10 Minuten anstehen, auch wenn die Schlange ewig lange aussah. Von innen ist das Phanteon weiter einmalig, die 9 Meter große Öffnung (im Durchmesser) in der Decke ist schon faszinierend, dass das hält…

Dann weiter zu einem Museum um die Ecke. Thema Blumen. Mit Stufenrabatt kommen wir für 15 Euro rein, und das sollte sich lohnen. Wirklich faszinierende Bilder und schöne Ideen. Es werden immer wieder Blumen und künstliche Intelligenz zusammen betrachtet, aber auch alte Kunstwerke ausgestellt.

Die ganze Ausstellung war in einem alten Kirchengelände aufgebaut. So konnten wir dann vom Museumsbistro aus einen der seltenen Sommerregen in Rom betrachten. Dazu gab es Aperol und LemonSoda. Kaum hatte der Regen aufgehört trieb uns der Hunger nach draußen.

19:30, die meisten Lokale machen gerade auf, da wir nichts reserviert hatten lohnte es sich so früh zu sein. Wir kamen in einem kleinen Restaurant unter, dass wir vorher auf Google Maps entdeckt hatte. Hier verirren sich nur wenige Touris hin und die Gastgeberin meinte auch, hier sind heute nur „locals“. Die italienische Karte stellte uns vor einige Probleme, aber dank Übersetzer fanden wir beide etwas. Lisann hervorragendes Hühnchen al Cacciatore und ich die Tagessnudeln mit Muscheln. Beides unfassbar lecker. Vorher gab es noch Auberginen Törtchen und als Nachspeise Tiramisu und Yogurthcreme. Vor allem das Tiramisu hat überzeugt. Hier werden wir wohl nochmal herkommen müssen.

Über Trevi Brunnen (der Abends genauso voll war wie tagsüber) und spanische Treppe (die für eine Filmvorführung abgesperrt war) ging es zurück ins Bett. Die Wecker klingeln morgen wieder früh.

17 Juni

Der Tag startet früh, zumindest früher als gewünscht. Der Wecker klingelt und wir machen uns auf zu den Vatikanischen Museen, wir haben relativ kurzfristig noch Karten für 10 Uhr bekommen. Überpünktlich sind wir da und müssen aber noch 25 Minuten warten, auf die genaue Einhaltung der Zeiten wird scheinbar Wert gelegt.

Drinnen dann in allen Ecken Statuen, Fresken, Wandteppiche, Karten, Globen, und noch so viel mehr. Wirklich auch beim dritten Mal beeindruckend! Leider wie so viele Orte in Rom mittlerweile komplett überlaufen. Da wir keine Führung gebucht haben können wir wenigstens nach Lust und Laune auch abseits der sehr vollen Wege gehen. Vor allem der Bereich mit alten Karten und der mit zeitgenössischer Kunst weckt unsere Aufmerksamkeit. Ganz im Gegensatz zu den anderen Touristen, die strömen nur der Führung hinter her in Richtung Sixtinische Kapelle. So können wir Dali, Picasso, Nolde, Chagall und Kandinsky wenigstens ganz alleine und ganz in Ruhe bestaunen.

In der Sixtinische Kapelle sind wir dann leider weniger alleine. Schon beeindruckend, aber für um alle Fresken zu betrachten bräuchte man einen ganzen Tag und deutlich mehr Ruhe. Ein Blick auf die bekanntesten muss für heute genügen. Dann stellen wir fest, dass wir als „angeführte“ Touristen scheinbar nur Touristen zweiter Klasse sind. Der direkte Zugang von der Sixtinischen Kapelle in den Vatikan ist nicht so geheim/versteckt wie wir dachten, sondern ist einfach nur geführten Gruppen vorbehalten. Alle andere müssen erst komplett wieder raus und sich in die normale Schlange auf dem Petersplatz anstellen. Das heben wir uns erstmal für einen anderen Tag auf. Also gibt es nur einen Blick auf den abgesperrten Petersplatz, es steht scheinbar eine Audienz an.

Wir marschieren weiter Richtung Engelsburg und dann über die Ponte Sant‘ Angelo auf die andere Tiber-Seite und Richtung Campo dei Fiori. Unterwegs stolpern wir noch über eine sehr gut aussehenden Bar, die zum Glück neben Aperol spritz auch eine hervorragende Lasagne serviert. Das Mittagessen war gesichert.

Auf dem Campo dei Fiori wurden wir etwas enttäuscht. Statt hauptsächlich Blumen, gab es eigentlich nur Touri Kram und Touri Restaurants. Also lieber schnell weiter Richtung Piazza Navona. Der so prächtig wie eh und je. Gerade der Fontana dei Quattro Fiumi und die Chiesa di Sant’Agnese sind einen Besuch wert.

Weiter geht es durch die römischen Gassen zum Phanteon. Hier muss man mittlerweile leider ein Ticket buchen. Eigentlich kein Problem und auch gar nicht so teuer, aber die Schlange war leider ewig lang. Also schieben wir das auch auf einen anderen Tag, unsere Füße waren schon etwas platt und der Café um die Ecke rief erstmal. Von da ging es dann Richtung Bahn um zurück zum Hotel zu kommen.

Der Weg führte aber „zufällig“ am Trevi Brunnen vorbei. Das lassen wir uns nicht entgehen. Wirklich ein Besonderheiten und echt schön. Fehlt nur, dass man eine Runde baden gehen darf.

Nun aber wirklich zurück ins Hotelzimmer. 21000 Schritte sind gemacht, das schreit nahe zu nach Füße hochlegen.

Abends holen wir uns nur noch im Supermarkt einige Leckereien und genießen die auf unserer Terrasse.

16 Juni

Der Tag startete entspannt, ist ja immerhin Urlaub. Wir krabbelten um 9 Uhr aus dem Bett, schlüpften in die luftigsten Klamotten – heute waren 36 Grad vorhergesagt – und liefen los. Erstmal zum Bäcker um die Ecke. Der sollte uns nicht enttäuschen. Typisch italienisch, ein wahnsinniger Trubel. Bezahlen am Schalter, dann rüber an die Theke und schauen, dass wir auch was bekommen. Das hat einen Moment gedauert, aber dann gab es zwei leckere Cafè, ein Cornetto und ein Etwas mit Sahne gefüllt. Alles sehr lecker und ein guter Start in den Tag.

Zur nächsten U-Bahn Station brauchten wir ca. 15 Minuten, dort wurden erstmal die Wochentickets gelöst. 1 Woche, alle Fahrten, mit allen Transportmitteln für 24 Euro. Das scheint ein guter Deal zu sein. Mit der Bahn ging es dann von der Station Piramide nach Termini, einmal umsteigen und ab zum Piazza del Popolo. Dort angekommen stapfen wir den Berg hoch und haben einen hervorragenden Blick über Rom. Das lässt die 30 Grad fast vergessen.

Weiter geht es zur spanischen Treppe, ein Blick von oben soll hier aber für heute genügen. Nachdem der Touristenführer gedacht hat wir brauchen länger, müssen wir noch einen kurzen Zwischenstopp vor dem Essen suchen. Also den Berg erstmal wieder runter und kurz auf die Shoppingmeile. Wir kehren bei Uniqlo ein, das kennen wir aus Japan und kaufen einen Jutebeutel mit römischem Design, den wir mit japanischen Design bereits in Tokio gekauft haben. Dann kurzer Stopp bei Bialetti. Deren Sommer-Linie „Mercato della frutta“ gefällt uns sehr gut, da müssen wir wohl nochmal vorbei.

Dann ist endlich Zeit zu Essen. Wir holen uns Pizza bei einer Pizzeria die ich noch aus vorherigen Rom-Besuchen kenne und setzen uns in den Park Villa Borghese. Das gab einige neidische Blicke bei den vorbeistiefelnden Touris, und auch bei den Spatzen und Raben. Die Pizza ist weiterhin sehr lecker und der Park ebenfalls einen Besuch wert.

Eine Runde durch den Park ging auch noch und dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hauptbahnhof Termini und von dort zur Siesta ins Hotelzimmer.

Nach der Siesta ging es nochmal nach Trastevere, vorher aber noch ein kleines Eis bei uns um die Ecke. Trastevere ist am Abend ein richtiges Ausgehviertel, voll gepackt mit Bars, Restaurants und Kneipen. Hier findet jeder was. Uns war es etwas zu voll, der „Geheimtipp“ hat sich rum gesprochen.

In einer Seitenstraße finden wir aber ein Lokal das frische Nudeln anbietet. Die waren super lecker, leider konnten uns die Soßen, Gricia und Carbonara, nicht so sehr überzeugen wie die von gestern. Auch die Antipasto war nicht wirklich überzeugend.

Nach dem Essen war es dann für uns auch schon wieder Zeit zurück ins Hotel zu gehen. Ein langer Tag mit 27000 Schritten und ca. 20km zu Fuß geht zu Ende und morgen steht schon das nächste Highlight an. Gute Nacht.

15 Juni

Anreisetag nach Rom.

Mit der  S-Bahn zum Innenministerium Bonn. Mit dem Schnellbus vom Innenministerium zum Terminal 1 am Köln Bonner Flughafen. Mit dem Flugzeug  nach Rom Fiumicino. Mit dem  Zug  nach Rom Trastevere. Zu Fuß zum Hotel in Testaccio. Verrückt wie gut das alles funktioniert hat.

Der Bus hatte nur 3 Minuten Verspätung und auch die 15 Minuten Verspätung beim Abflug holen wir entspannt während des Fluges wieder raus.

Nach der Landung erhalten wir super schnell unsere Koffer und bekommen sogar noch den Zug um 16 Uhr! Bei Landung um 15 Uhr. Das Ticket für den Zug kaufen wir quasi direkt beim Einsteigen online, ganz ohne Probleme. 25 Minuten später steigen wir in Trastevere aus und laufen noch ca. 15 Minuten zum Hotel. Hier müssen wir nicht mehr einchecken, alles online schon passiert. Ein Code verschafft uns Zugang zum Hotel und zum Zimmer. (Abends schaffe ich es sogar das Zimmer mit dem Handy direkt über Bluetooth zu öffnen, verrückt!). Um 17 Uhr konnten wir bereits kurz die Füße hochlegen.

Lange hält uns das schöne, geräumige Zimmer (mit Terrasse) aber doch nicht.  Der Trubel von Rom ruft. Über den Aventin, den südlichsten Hügel Roms (leider ohne Blick durchs Schlüssel Loch, da war die Schlange zu lang), ging es zum Circus Maximus, vorher vorbei an einem sehr schönen Rosengarten mit Live Musik. Auf dem Circus Maximus spielt an diesem Wochenende Duran Duran zwei Open Air Konzerte, dementsprechend war ganz schön was los. Wir bummeln jedoch weiter Richtung Colosseum. Direkt die Touri Fotos erledigt.

Weiter vorbei am Forum Romanum und dem Vittorio Emmanuele Denkmal ging es Richtung Tiber. Der Hunger hatte sich bemerkbar gemacht.  Kurzer Stopp in einer Gasse, aus einer Wohnung lauschen wir einem kleinen Privatkonzert einer Opernsängerin. Über die Tiber Insel geht es  rein nach Trastevere. Hier ists typisch italienisch.

Wir kehren im Gli Specialisti ein und haben hervorragende, klassisch römische Antipasti und Nudeln. Ohne viel Schnickschnack. Es gab frittierten Fisch, Arancini und Zucchiniblüten. Dazu Parmaschinken und Büffelmozzarella. Unsere Nudeln gab es einmal mit Ragú und einmal mit Cacio e Pepe.

Nach dem  Essen schlenderten wir den Tiber entlang, da ist gerade Tiber Fest und direkt am Ufer gibt es Stände und Musik. Die ließen wir aber links liegen, so langsam hatte uns der Tag geschafft. Nach 20 Minuten waren wir wieder im Hotel und direkt im Bett.

13 Juni

Der letzte Arbeitstag ist geschafft. Die Vorbereitungen laufen. Dieses Jahr hier nur einige Informationen wo es hingeht und nach Lust und Laune ein paar Bilder und Eindrücke.

Von 15. bis 22. Juni geht es nach Rom. Mit der Flugnummer EW886 von Köln Bonn nach Rom Fiumicino. Direkt neben dem Monte Testaccio im Viertel Testaccio befindet sich unser Hotel.

Danach ruft von 22. bis 25. Juni das Meer. Unter Glamping Resort befindet sich leicht südlich von Orbetello.

Weg vom Meer, weiter ins Landesinnere zieht es uns dann. Von 25. Juni bis 2. Juli schlagen wir unser Lager in Cedri in einem Agriturismo auf. Hier steht vor allem Entspannung im Vordergrund. Vielleicht mal ein Tagesausflug nach Florenz, Lucca und vor allem Volterra.