Der Tag startet früh, zumindest früher als gewünscht. Der Wecker klingelt und wir machen uns auf zu den Vatikanischen Museen, wir haben relativ kurzfristig noch Karten für 10 Uhr bekommen. Überpünktlich sind wir da und müssen aber noch 25 Minuten warten, auf die genaue Einhaltung der Zeiten wird scheinbar Wert gelegt.
Drinnen dann in allen Ecken Statuen, Fresken, Wandteppiche, Karten, Globen, und noch so viel mehr. Wirklich auch beim dritten Mal beeindruckend! Leider wie so viele Orte in Rom mittlerweile komplett überlaufen. Da wir keine Führung gebucht haben können wir wenigstens nach Lust und Laune auch abseits der sehr vollen Wege gehen. Vor allem der Bereich mit alten Karten und der mit zeitgenössischer Kunst weckt unsere Aufmerksamkeit. Ganz im Gegensatz zu den anderen Touristen, die strömen nur der Führung hinter her in Richtung Sixtinische Kapelle. So können wir Dali, Picasso, Nolde, Chagall und Kandinsky wenigstens ganz alleine und ganz in Ruhe bestaunen.



















In der Sixtinische Kapelle sind wir dann leider weniger alleine. Schon beeindruckend, aber für um alle Fresken zu betrachten bräuchte man einen ganzen Tag und deutlich mehr Ruhe. Ein Blick auf die bekanntesten muss für heute genügen. Dann stellen wir fest, dass wir als „angeführte“ Touristen scheinbar nur Touristen zweiter Klasse sind. Der direkte Zugang von der Sixtinischen Kapelle in den Vatikan ist nicht so geheim/versteckt wie wir dachten, sondern ist einfach nur geführten Gruppen vorbehalten. Alle andere müssen erst komplett wieder raus und sich in die normale Schlange auf dem Petersplatz anstellen. Das heben wir uns erstmal für einen anderen Tag auf. Also gibt es nur einen Blick auf den abgesperrten Petersplatz, es steht scheinbar eine Audienz an.

Wir marschieren weiter Richtung Engelsburg und dann über die Ponte Sant‘ Angelo auf die andere Tiber-Seite und Richtung Campo dei Fiori. Unterwegs stolpern wir noch über eine sehr gut aussehenden Bar, die zum Glück neben Aperol spritz auch eine hervorragende Lasagne serviert. Das Mittagessen war gesichert.


Auf dem Campo dei Fiori wurden wir etwas enttäuscht. Statt hauptsächlich Blumen, gab es eigentlich nur Touri Kram und Touri Restaurants. Also lieber schnell weiter Richtung Piazza Navona. Der so prächtig wie eh und je. Gerade der Fontana dei Quattro Fiumi und die Chiesa di Sant’Agnese sind einen Besuch wert.

Weiter geht es durch die römischen Gassen zum Phanteon. Hier muss man mittlerweile leider ein Ticket buchen. Eigentlich kein Problem und auch gar nicht so teuer, aber die Schlange war leider ewig lang. Also schieben wir das auch auf einen anderen Tag, unsere Füße waren schon etwas platt und der Café um die Ecke rief erstmal. Von da ging es dann Richtung Bahn um zurück zum Hotel zu kommen.

Der Weg führte aber „zufällig“ am Trevi Brunnen vorbei. Das lassen wir uns nicht entgehen. Wirklich ein Besonderheiten und echt schön. Fehlt nur, dass man eine Runde baden gehen darf.


Nun aber wirklich zurück ins Hotelzimmer. 21000 Schritte sind gemacht, das schreit nahe zu nach Füße hochlegen.
Abends holen wir uns nur noch im Supermarkt einige Leckereien und genießen die auf unserer Terrasse.