Den 3.10 starten wir ganz gemütlich, es ist heute den ganzen Tag, vor allem am Nachmittag Regen gemeldet. Gestern hat uns ein älterer Herr im Tourismus Zentrum hierfür ein Museum für traditionelle japanische Kunst empfohlen. Wir Bevorzugen erstmal ein Museum für moderne zeitgenössische Kunst, auch Einkaufszentrum genannt. Leider finden wir hier nicht so wirklich was wir suchen, das Bummeln macht aber trotzdem Spaß und entspannt etwas. Hauptsächlich zu meinem Vergnügen finden wir ein Pokémon Center, aus dem Spiel meiner Kindheit, da muss ich natürlich rein und auch ein paar Kleinigkeiten mitnehmen (auch wenn ich ewig brauche mich zu entscheiden).


Dann gibt es lecker Mittagessen im Einkaufszentrum, der Food Court hat reichlich Auswahl, wir entscheiden uns wieder für Rahmen, von denen kann man einfach nicht genug bekommen.

Nach dem Essen wir noch etwas geschlendert und für unsere Weiterfahrt nach Tokio im direkt sm Einkaufszentrum angrenzenden Bahnhof die Tickets gekauft (leider mit 30 Minuten Wartezeit, da war sehr viel los). Tickets gab es aber problemlos, kosten für die 3 Stunden Shinkansen Fahrt 85 Euro pro Person.
So erfolgreich ging es dann auf dem Rückweg Richtung Hotel noch auf den Markt. Durch die Nähe zum Meer gab es es hier allerlei Fisch, aber auch Gemüse und verschiedenes an Fleisch. Einiges wollte man nicht unbedingt probieren, anderes schon ganz gerne, wir waren aber noch gesättigt von den Ramen. Also nur einmal durch schlendern (der Markt ist hier komplett überdacht).




Als genug geschlendert war für heute ging es zurück ins Hotel, mit kleinem Stückchen Kuchen. Kanazawa soll für uns ja auch etwas entspannter werden also machen wir erstmal einen kurzen Mittagsschlaf. Um dann noch etwas von der Stadt zu erleben ging es gegen 18:30 nochmal raus in den Regen.
Zuerst in Richtung Higashi Chaya District, der nach einem schönen alten Viertel aussah. Das ist er auch aber um diese Uhrzeit leider bereits wie ausgestorben. Also ab in den Bus, bei dem wir nicht genau wussten wie man ihn benutzt, man muss scheinbar ein Ticket beim Eintreten ziehen, haben wir nicht gemacht, aber der sehr nette Busfahrer half uns natürlich. So erreichten wir das wirkliche Ausgehviertel. Hier gab es reichlich Auswahl, die dann auch schon fast wieder überfordernd war.




Aber wir landeten einen echten Glückstreffer! Ein kleines Lokal in einer Seitenstraße, wieder von Google Maps empfohlen. Wir wurden direkt herzlich von der Besitzerin empfangen und auf Englisch begrüßt. Auch wenn sie keine englischen Speisekarte hatten und google Übersetzer mit der handgeschriebenen, japanischen Karte seine Schwierigkeiten hatte, wurden wir fündig und ich durfte sogar etwas für mich ganz neues probieren. Eingelegte Garnelen die im Ganzen! gegessen werden. Lecker, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig.









Über den Abend hinweg wurden wir richtig in die Gespräche des Lokals mit einbezogen. Der Laden fasste gerade einmal 8 Personen, die typisch japanisch um die Bar/Küche saßen. Das Besitzer Ehepaar war ebenfalls sehr kommunikativ, sodass wir uns über alles mögliche unterhielten und noch Tipps für Kanazawa erhielten. Zudem konnten wir verschiedene Leckereien und einen echt guten Sake probieren. Irgendwann setzte sich dann ein Mann in unserem Alter zu uns, vielleicht etwas jünger, der englisch lernen wollte. Auch wenn wir da vielleicht die falschen Ansprechpartner waren versuchten wir uns mit Google Übersetzer und Händen und Füßen an einem Gespräch.
Auf unserer anderen Seite saß derweil eine Kimono Künstlerin, die mit ihrer Tochter die Kneipe besuchte. Vor allem die Tochter sprach gutes Englisch, sodass sie immer wieder als Dolmetscherin einspringen musste. Insgesamt ein gelungener Abend, der sogar mit einem Foto von der gesammelten Kneipe endete.